Neuseeland

Mehr als hundert Eisberge treiben auf Neuseeland zu

Riesiger Eisberg (Symbolbild)

Riesiger Eisberg (Symbolbild)

Mehr als hundert Eisberge treiben derzeit auf Neuseeland zu. Die Schollen haben die Auckland-Inseln passiert und bewegen sich nun in Richtung Südinsel. Sie sind Überreste einer massiven Eisscholle, die von der Antarktis abgebrochen ist.

Satellitenbilder zeigten, dass die bis zu 200 Meter breiten Eisberge auf einem Haufen im Meer trieben, sagten Spezialisten der Australian Antarctic Division. Dies deute darauf hin, dass es neben den hundert gesichteten Schollen möglicherweise noch hunderte weitere gebe.

Zuletzt hatte sich 2006 eine grössere Zahl Eisberge Neuseeland genähert. Damals drifteten sie bis 25 Kilometer vor die Küste. Dies war die erste derartige Sichtung seit dem Jahr 1931. Die Behörden gaben eine Schifffahrtswarnung heraus.

Während das Eis auf dem Wasser auf Neuseeland zutreibt, geht es andernorts verloren: Die Gletscher der Südinsel schrumpften weiter, teilte das Institut für Wasser- und Atmosphärenforschung (NIWA) mit. Sie hätten in den vergangenen 30 Jahren die Hälfte an Schnee und Eis verloren.

Die Schmelze gehe auf höhere Temperaturen im Winter sowie mehr Sonnenschein und weniger Regen im Sommer zurück, sagte ein Wissenschaftler. Die Schneefallgrenze liege derzeit 95 Meter höher als nötig wäre, um die Eismasse der Gletscher konstant zu erhalten.

Die Wissenschaftler hatten 50 Gletscher auf der Südinsel untersucht. Bei der letzten Messung vor einem Jahr wurde der Eisverlust auf 2,2 Milliarden Tonnen innerhalb von zwölf Monaten geschätzt. Die Gletscher waren damit kleiner als je zuvor seit Beginn der Messungen 1977.

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