Taifun

Mehr als 1600 Menschen warten in Taiwan auf Helikopter-Rettung

Armee-Helikopter in Taiwan

Armee-Helikopter in Taiwan

Zehn Tage nach dem verheerenden Taifun «Morakot» sind in Taiwan noch immer mehr als 1600 Menschen in ihren zerstörten Dörfern auf Rettung durch Helikopter angewiesen. Einmal gerettet müssen sie wohl längere Zeit auf die Rückkehr warten, bis der Wiederaufbau beendet ist.

Nach Angaben taiwanischen Verkehrsministers Mao Chih-kuo suchten etwa 40'000 Soldaten in entlegenen Gebieten nach Opfern und Überlebenden des Sturms. Die Zahl der Toten stieg auf 126, die Behörden rechnen jedoch mit mehr als 500.

Die Behörden liessen fünf besonders stark von den Zerstörungen betroffene Bezirke für die Öffentlichkeit sperren. Die Massnahme wurde damit begründet, dass die Rettungsarbeiten nicht behindert werden dürften.

Laut Mao dürfte es bis zu sechs Monaten dauern, bis zerstörte Strassen und Brücken wiederaufgebaut sind. Viele Menschen werden demnach längere Zeit nicht in ihre Dörfer zurückkehren können.

Der Minister schloss nicht aus, dass einige Bewohner der entlegenen Bergregionen zum Verlassen ihrer Dörfer gezwungen werden müssten, da die längerfristige Anlieferung von Gütern aus der Luft zu teuer sei.

Der schwerste Taifun in Taiwan seit einem halben Jahrhundert verursachte Schätzungen zufolge Schäden von umgerechnet 3,6 Milliarden Franken. Die Regierung will im Lauf der Woche ein Sonderbudget für die Katastrophenhilfe verabschieden.

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