Schulklasse aus Buchs bäckt Kuchen für Haiti
Mehr als 150 Kuchen für Haiti

Die Resonanz für die Hilfsaktion der Schüler aus Buchs, die ihren Skitag opferten, war riesig. Über 150 Menschen haben bei der Schulklasse einen Kuchen bestellt. Der Erlös von rund 3100 Franken geht nach Haiti.

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Aargauer Zeitung

Irena Jurinak

Die 17 Schüler von Martin Pauli aus Buchs opferten ihren Schneetag und starteten eine Hilfsaktion für Kinder in Haiti: Auf Bestellung buk die 2. Sekundarklasse am Freitag in der Backstube der Bäckerei Schlapbach in Buchs Rüebli- und Schokoladekuchen und lieferte diese in der ganzen Region aus.

Viele Spender gefunden

Nach einem Aufruf in der AZ von letzter Woche gingen über 150 Bestellungen ein. Mit einer solchen Resonanz hatte Martin Pauli nicht gerechnet: «Wir haben mit dem Verkauf von 40 bis 50 Kuchen gerechnet, aber nicht mit so viel», sagt Pauli, «wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spendern.» Manche hätten auch einfach etwas gespendet, ohne Kuchen zu bestellen.

Den ganzen Freitag waren die 17 Schüler im Einsatz - die einen in der Backstube, die anderen im Auslieferdienst. Ab halb Acht Uhr morgens standen vier Schüler unter der Anleitung von Bäcker Kurt Schlapbach in der Backstube. Die vierzehnjährige Fabienne Schwerzmann und Daniel Barber, 12, buken rund 80 Rüeblikuchen. Insgesamt verarbeiteten die Schüler 11 kg Mehl, 9 kg Biscuitmehl, 7,5 kg Zucker, 180 Eier, 4,5 Liter Milch, 6 kg Butter, 7,5 kg Haselnüsse, 3 kg Chocholadestücke und 5 kg Chococrème.

Trinkwasser für Haiti

Den Teig rührten sie selber nach dem Rezept des Bäckermeisters an. «Der Morgen war anstrengend, aber auch cool», sagt Fabienne. «Vor allem spornt es an, dass wir den Kindern in Haiti helfen können und sie beispielsweise mit Trinkwasser versorgt werden können.»

Weil sie den Kindern in Haiti helfen wollen, hätten sie besonders genau und gut gearbeitet, sagt der 13-jährige Lukas Frey, der am Freitag selber Geburtstag hatte und dessen Mutter für ihn einen der Haiti-Hilfe-Kuchen bestellt hatte. Zusammen mit seinem Schulkollegen Marc Bieler, 14, fertigte er über 70 Schokoladenkuchen an. Die anderen Schüler lieferten in drei Teams die bestellten Kuchen aus - mit Velos und Anhängern auf von einem Schüler geplanten Auslieferungsrouten. Die Lieferungen in die weiter entfernten Orte, es kamen auch Bestellungen aus Schöftland, Muhen, Küttigen und Erlinsbach, machte Martin Pauli mit dem Auto.

Tief betroffen

Die Schüler seien von den Folgen des Erdbebens in Haiti tief betroffen gewesen und wollten nicht einen vergnüglichen Tag im Schnee verbringen, während anderswo Kinder verhungern und verdursten, erzählt Martin Pauli. «Eine grosse Mehrheit der Klasse entschied sich, unseren Schneetag abzusagen und stattdessen an diesem Tag eine Aktion für die Opfer des Erdbebens zu starten.»

Mit Briefen und Besuchen bei diversen Firmen und Geschäften in Buchs suchten die Schülerinnen und Schüler Unterstützung. Die Firma Computer Repair stellte sogar einen Mitarbeiter ab, welcher die Schüler im Erstellen einer Homepage instruierte.