Armin Leuenberger

Nach dem Kauf des «Bären» und dessen Umwandlung in einen echten Gourmettempel, dem Bau der neuen Sauerkrautfabrik sowie dem geplanten neuen Logistikzentrum gegenüber der Aufrichte feiernden Sauerkrautfabrik, könnte man doch jetzt den Ort am Jurafuss «Schönibipp» nennen, meinte Komiker René Rindlisbacher, vom Duo Edelmais. Vorgängig hatte er zwar mit seinem Walliser Partner Sven Furrer über Oberbipp gewitzelt, ob es denn hier bereits Strom und Wasser gebe.

Daniel Schöni, der Firmenchef und sein Führungsteam, haben sich wohl etwas Einmaliges einfallen lassen: Aufrichtefeier für die am Neubau beteiligten Handwerker und Unternehmer, ein Fest für die Dorfbevölkerung und gleichzeitig eine Einladung zu einem VIP-Anlass für Geschäftspartner, Kunden und Lieferanten, das hat mit Bestimmtheit seltenheitswert. Es hat sich geloht, der Event wurde zu einem vollen Erfolg.

Idee kam gut an

«Genau 19.02 Uhr ist es gewesen als wir am Samstagabend, mit den letzten Details fertig waren und die Türen zur grossen «Swissfresh-Halle» öffnen konnten», sagte ein zufriedener Adrian Liegle, der als verantwortlicher Disponent der Schöni AG, den grossen Anlass - zusätzlich zum Tagesgeschäft - auf die Beine gestellt hat.

Ganz bescheiden in der grossen Menge sassen Peter Kammer samt Gattin und Tochter sowie einigen Mitarbeitern an einem Tisch im grossen Saal; sie genossen das Geschehen auf der Bühne. Als Inhaber der Jomos AG in Balsthal zeichnet Kammer im Neubau für den technischen Brandschutz und die Sprinkleranlagen verantwortlich. «Eine hervorragende Idee», findet Kammer die Zusammenlegung verschiedener Einladungen zu einem Grossanlass. «Damit hat Daniel Schöni den Beweis erbracht, dass sich die riesige Halle auch für weitere Anlässe gut eignet, soweit sie nicht betriebsinern benötigt wird.»

Etwas gar gross war der Plan, die Besucher aus nah und fern mit Bussen zum Fest abholen zu lassen. Die meisten Auswärtigen zogen es vor, mit eigenen Fahrzeugen anzureisen. So blieb es bei einem einzigen Car, der Gäste aus dem Berner Oberland nach Oberbipp brachte.

Amüsante Programme

Es war kurz vor halb neun Uhr, als Francine Jordi in langem, weissen Kleid zum Lied «Dann kamst du» die Bühne betrat. Schnulze hin oder her, die Berner Sängerin aus Rüfenacht bei Worb hat es einmal mehr verstanden, die Leute im Saal durch ihre Aufforderung bei den Songs mitzumachen, auf ihre Seite zu bringen und zu begeistern. Sie überraschte dabei mit einigen Liedern, welche erst in zwei Wochen mit ihrem neuen Album auf den Markt kommen.Aber auch René Rindlisbacher und Sven Furrer begeisterten mit ihrer Nummer, welche sie eigens für den Schöni-Anlass kreiert hatte, restlos. Wie gewohnt integrierten die Komiker das Publikum in ihre bekannte Nummer der beiden Kehrichtmänner.

Am Schluss war die Reihe an der «Hey Mann! Band», die von ehemaligen Mitgliedern der Zillertaler Schürzenjäger gegründet wurde. Auch ihr mehrstündigen Tanz- und Unterhaltungsprogramm kam bestens an.

Hilft, Vorurteile abzubauen

Die Leute reisten zum Teil von weit her, um am Schöni-Fest dabei zu sein. Daniel Hangartner aus dem zürcherischen Truttikon zum Beispiel ist Anbauleiter in der Rathgeb, Landesprodukte, in Unterstammheim. Schon während Jahren liefert die Rathgeb jährlich um die 300 Tonnen Kabis in Schönis Sauerkrautfabrik in Hinwil. «Seit diesem Herbst fahren wir die Ware nun mit Lastwagen nach Oberbipp».

Einer der zahlreichen Oberbipper am Fest war Jürg Fluri: «Ein solcher Anlass ist gut, er hilft, Vorurteile abzubauen».

«Ich bin sehr zufrieden und hatte stets das Gefühl, dass die Leute an diesem Abend grossen Spass hatten bilanzierte Daniel Schöni am Schluss.