Dignitas
Massiver Rückgang bei den Sterbewilligen im Jahr 2009

Das Geschäft mit dem Tod boomt nicht mehr: Laut der Zeitung "Sonntag" halt im Jahr 2009 die umstrittene Sterbehilfeorganisation Dignitas 89 Menschen beim Suizid, 32 Prozent weniger als im Vorjahr.

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Keystone

Im Spitzenjahr 2006 begleitete Dignitas noch 195 Menschen in den Tod. Die Statistik zeigt weiter: Dignitas hat sich zunehmend auf Ausländer spezialisiert. Unter den 89 Menschen, die sich 2009 mit der Hilfe von Dignitas das Leben nahmen, waren lediglich 4 Prozent Schweizer. Im Anfangsjahr 1998 waren noch alle Klienten von Dignitas Schweizer gewesen.

Noch immer kommen die meisten Sterbewilligen aus Deutschland. Doch gerade hier verzeichnet Dignitas einen massiven Einbruch: Die Zahl der Sterbetouristen aus Deutschland ging im vergangenen Jahr um 40 Prozent zurück. Offenbar zeigen die verschärften Auflagen des Kantons Zürich Wirkung. Seit Anfang 2008 müssen Sterbewillige mehrere Tage in der Schweiz bleiben und mehrmals einen Arzt aufsuchen, bis dieser ihnen das Rezept für das tödliche Mittel Natriumpentobarbital ausstellen darf. Vorbei ist seitdem die Zeit, in der die Sterbetouristen morgens in die Schweiz kamen und am Nachmittag mit der Hilfe von Dignitas aus dem Leben schieden.