Markteintritt von Lidl lässt Coop-Chef Loosli kalt

Loosli gibt sich gelassen (Archiv)

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Coop-Chef Hansueli Loosli gibt sich vor dem Markteintritt des deutschen Discounters Lidl gelassen. «Gigant sein heisst nicht immer besser sein», sagte er in der «Samstagsrundschau» von Schweizer Radio DRS.

Coop sei in der Schweiz fast flächendeckend präsent. Dies sei im Wettbewerb wichtig. Bald wird dieses Filial-Netz nicht mehr nur von Aldi, sondern auch von Lidl bedrängt. "Wir gehen davon aus, dass die Discounter, ob Aldi oder Lidl, ihre Filialen bauen."

Doch Grösse allein sei nicht der entscheidende Faktor. So sei Coop beispielsweise stark eingebunden in europäische Einkaufsorganisationen und habe dadurch Stärke gewonnen.

Lidl eröffnet am 19. März die ersten 13 Filialen in der Schweiz. Dadurch wird sich gemäss dem Detailhandels-Experten Thomas Rudolph von der Universität St. Gallen der Preiskampf nochmals verschärfen. Dies sagte er im Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).

Der Konsument sei zwar bezüglich Preis der Gewinner dieses Wettbewerbs. Doch bei der Qualität und bei der Beschäftigungslage könnte es zu negativen Auwirkungen kommen.

Dass Konsumenten bei den Lebensmitteln derart auf den Preiskampf ansprechen, sei auch eine Folge von fehlenden Innovationen in der Branche. Wenn Konsumenten weniger Geld haben, so sparten sie beim Essen. Die Steigerung des verfügbaren Einkommens sei in den letzten Jahren aber nicht in den Lebensmittelhandel geflossen.

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