Wettfieber

Marco Büchel wurden alte Spaghetti-Latten zum Verhängnis

Der 38-jährige Skirennfahrer Marco Büchel (Archiv)

Der 38-jährige Skirennfahrer Marco Büchel (Archiv)

An verlorene Wetten erinnert man sich oft noch nach Jahren. So auch Ski-Ass Marco Büchel (38), der gegen Ex-Branchenkollege Marc Girardelli (46) den Kürzeren zog. Im «Blick-Sportmagazin» schaut der mit dem Schweizer Ski-Team trainierende Liechtensteiner zurück.

"Ich wettete mit Girardelli, dem fünffachen Gesamtweltcup-Sieger, dass ich mit alten, untaillierten Ski schneller bin als er mit modernen Renncarvern", erzählt Büchel. Er habe dann aber nicht schlecht gestaunt, als sie in Sölden (Ö) vor dem Weltcup-Start 2008 das Duell inszeniert hätten.

"Gira fuhr auch 12 Jahre nach seinem letzten Rennen überaus respektabel, wie auf Schienen", erinnert sich Büchel. "Ich hingegen kam mit den über zwei Meter langen Spaghetti-Latten, mit denen ich zu Beginn meiner Karriere ja noch gefahren bin, überhaupt nicht zurecht."

Schon in der ersten Kurve sei der Ski einfach geradeaus gefahren, so Büchel, der in Vancouver seine letzten Olympischen Spiele bestreitet. "Eine Katastrophe. Ich musste umsteigen wie in der Steinzeit, hatte keine Chance." In beiden Läufen habe er schliesslich mehr als vier Sekunden auf Girardelli verloren.

Der Wetteinsatz sei ein Nachtessen in einem noblen Restaurant gewesen. "Die Wette werde ich nach meinem Rücktritt im Frühling einlösen", verspricht Büchel, der auch einen Schweizer Pass besitzt, und fügt augenzwinkernd an: "Für Gira werde ich Spaghetti bestellen..."

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