Familiendrama

Mann erschiesst in Bettlach Ehefrau und richtet sich selbst

Im solothurnischen Bettlach hat sich am Morgen ein Familiendrama ereignet. Ein 57-jähriger Mann hat seine 47-jährige Ehefrau erschossen, welche getrennt von dem Mann lebte. Danach richtete sich der Schütze selber. Die Hintergründe der Tat bleiben rätselhaft.

Weshalb der Mann zur Waffe griff, sei noch Gegenstand der Ermittlungen, wie die Solothurner Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft mitteilten. Beide Todesopfer sind Schweizer Staatsbürger. Wie viele Schüsse fielen, ist unklar.

Anwohner hatten um viertel vor sechs Uhr am Morgen einen lauten Streit gehört und die Polizei alarmiert. Auf der Alarmzentrale gingen mehrere Berichte ein, dass ein Mann auf eine Frau losgehe und eine Waffe im Spiel sei. Kurze Zeit später fielen mehrere Schüsse.

Die ausgerückten Polizisten fanden wenige Minuten später im Velounterstand des Schulhauses "Einschlag" zwei Personen vor, die auf dem Boden lagen. Rettungskräfte konnten beim Mann und der Frau nur noch den Tod feststellen.

Ob noch weitere Personen in das Familiendrama verwickelt sind, gab die Solothurner Kantonspolizei nicht bekannt. Die Frau habe seit über einem Jahr getrennt von ihrem Mann gelebt, sagte Urs Eggenschwiler, Mediensprecher der Solothurner Kantonspolizei, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Am Tatort stellte die Polizei auch die mutmassliche Tatwaffe sicher. Nach einer ersten Beurteilung entspricht die Faustfeuerwaffe dem bei der Tat verwendeten Kaliber. Dabei handelt es sich nicht um eine Armeewaffe, wie Eggenschwiler festhielt.

Die beiden Todesopfer würden nun zur Abklärung der genauen Todesursache dem Institut für Rechtsmedizin in Bern (IRM) übergeben.

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