Thomas Bucher

Die Idee für eine Ausweitung der Bäckerei Maier ins Solothurnische entstand durch Zufall. «Wir kannten den Besitzer der Tankstelle in Gretzenbach; er stammt wie wir aus dem Fricktal», erzählt Guido Maier. Hinter der Tankstelle stand zuvor eine Auto-Ausstellungshalle: Ebendort wird am kommenden Montag um 6Uhr früh ein Bäckerei-Café eröffnet. Die Maiers setzen auf die Kombination von Backwaren, einem Café mit Snacks sowie einem Buffet mit Sandwiches, Salaten, hausgemachter Pasta und Glace.

Besonderer Tankstellenshop

Das Brot lässt Maier aus dem Fricktal herbringen. In Laufenburg steht die 2009 eingeweihte Backstube. «Wir waren in der Altstadt eingeklemmt», begründet Maier die Verlegung der Grossbäckerei in die Aussenstadt. Zudem musste das Brot nicht mehr nur für die beiden Laufenburger Geschäfte reichen, sondern auch für die Filialen in Brugg und Aarau. Als Spezialität der Bäckerei Maier gelten das rustikale Holzofenbrot, knusprige Brezel oder die «Mandel-Maierisli», eine junge Kreation in Anspielung an das Familienwappen der Maiers. Obschon sich die Lage an der Hauptstrasse neben einer Tankstelle anerböte, will Maier in Gretzenbach nicht im grossen Stil Tankstellenshop-Produkte anbieten. «Wir möchten unserer Linie treu bleiben», begründet Maier den Schwerpunkt im gastronomischen Bereich. So wird beispielsweise in Gretzenbach am Wochenende ein Frühstücksbuffet bereitstehen – so wie in Aarau und Laufenburg. Der Kunde werde jedoch die wichtigsten Artikel für den täglichen Bedarf im Kühlregal vorfinden, wie es inzwischen bei Tankstellen üblich ist.

Friedrich Ernst Maier eröffnete 1898 den ersten Laden des Familienunternehmens in der Laufenburger Altstadt. Weitere Filialen, jeweils mit einem Café-Betrieb, folgten in Laufenburg (Bahnhof), Lauffohr (Brugg) sowie Aarau. Seit 2009 obliegt die Geschäftsleitung Guido Maier, seiner Frau und seinem Bruder.

Rund die Hälfte des Umsatzes erzielt das Unternehmen mit den eigenen Filialen, den Rest mit externen Lieferungen und Wiederverkauf. Bereits führen zwei Söhne der nächsten Generation die Konditorei und Confiserie. Zudem hat ein dritter Sohn seinen Bachelor of Science in Lebensmitteltechnologie in der Tasche. Nachwuchssorgen haben Maiers also offensichtlich keine.