15-jährige Schülerin überlebt Fenstersturz
Mädchen überlebt Sturz aus dem 4. Stock

Eine 15-jährige Schülerin ist am 3. Januar aus einem Fenster im vierten Stock eines Oltner Mehrfamilienhauses gestürzt. Die Jugendliche überlebte schwer verletzt.

Merken
Drucken
Teilen
Polizei unterwegs mit Blaulicht

Polizei unterwegs mit Blaulicht

Christian von Arx

Am Sonntag, 3. Januar, um 22.30 Uhr, wurde die Polizei an die Aarburgerstrasse 43 in Olten gerufen: Es liege eine Frau auf der Strasse, die aus dem Fenster gesprungen sei. Die Patrouille fand das Opfer lebend, aber mit erheblichen Verletzungen vor. Es handelt sich um eine Schülerin der 2. Bez in Olten, die dieses Jahr 16-jährig wird und mit ihrer Familie in dem Haus wohnt.

Das Mädchen wurde ins Kantonsspital Aarau gebracht, wo es sich auch jetzt noch in Intensivpflege befindet. Nach Auskunft der Polizei erlitt es einen Bruch des Handgelenks und Verletzungen an Oberschenkel und Kopf, die aber nicht lebensbedrohend seien. Wie das Oltner Tagblatt aus anderer Quelle erfuhr, lag das Opfer mehrere Tage in einem Wachkoma, aus dem es im Lauf der letzten Woche erwachte. Es sei ansprechbar, könne sich bisher aber nur schriftlich oder mit Kopfbewegungen verständlich machen. Die Heilungsaussichten sind derzeit noch ungewiss.

Keine Hinweise auf Fremdeinwirkung

Wie Frank Wilhelm, Mediensprecher der Kantonspolizei Solothurn, auf Anfrage mitteilte, deuten alle Erkenntnisse der polizeilichen Spurensicherung darauf hin, dass es sich um einen Haushaltunfall beim Fensterputzen handelte.
Angesichts der Umstände - Fensterputzen nachts um halb elf in einer Winternacht mit Minustemperaturen ist kaum üblich - habe die Polizei recht aufwändige Abklärungen vorgenommen und dabei Putzmaterialien und geputzte Fenster festgestellt. Es gebe keinerlei Hinweise auf eine Fremdeinwirkung, ebenso wenig darauf, dass das Mädchen von selbst aus dem Fenster gesprungen sein könnte.

Bei Haushaltsunfall bleibt Polizei stumm

Laut Polizeisprecher Wilhelm hat die Polizei zu diesem Vorfall keine Strafanzeige erstattet, hingegen gehe ein Bericht ans Oberamt Olten-Gösgen. Es entspreche der üblichen Informationspraxis, dass die Kantonspolizei die Medien nicht von sich aus über einen Haushaltsunfall informiere.