Wie es sich anfühlt, ein Lotto-Multimillionär zu sein, hat ein 70-jähriger Rentner aus Selb im deutschen Oberfranken hautnah erlebt. Im Lotto-Jackpot vom vorletzten Mittwoch befanden sich 8,9 Millionen Euro, als Erwin D. sechs Richtige plus Zusatzzahl tippt.

Gegenüber dem deutschen Newsportal N24 erzählt er, dass der Mittwoch sein 70. Geburtstag war und wie es zum Tipp kam: «Ein Freund sagte zu mir: Erwin, heute ist dein Tag. Spiel doch mal – vielleicht hast du Glück.» Kurz darauf gibt er seinen Lottoschein ab. 

Am Abend traut er seinen  Augen nicht: 2, 13, 17, 35, 36 und 49 sowie die Superzahl 7: So lauten die Glückszahlen des Tages. Und genau diese hat Erwin D. auch getippt. Sein vermeintliches Glück kann er nicht fassen. «Hast du ein Glück an deinem Geburtstag!», jubelt sein Sohn. 

Böses Erwachen

Doch am nächsten Morgen, wieder an der Lotto-Annahmestelle,  landet Erwin D. unsanft auf dem Boden der Realität. Nun wird klar: Er hat seinen Schein um 18.31 Uhr abgegeben – und damit zu spät. Was er nicht wusste: Der letzte Abgabetermin für die Abendziehung ist jeweils um 18 Uhr.

«Ich habe nichts mehr sagen können», beschreibt der Rentner seine Enttäuschung. «Es war bald so weit, dass sie mich ins Krankenhaus gefahren hätten.» Statt Mitgefühl erntet er sogar Vorwürfe: «Warum sind Sie nicht früher gekommen?», fragt ihn eine Frau, die bei der Annahmestelle arbeitet. 

Das Lottospielen will der Rentner deshalb allerdings nicht sein lassen. Stattdessen hofft er darauf, doch einmal richtig vom Glück geküsst zu werden – und dann tatsächlich einige Millionen einzustreichen. (pz)