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Lotto-Gewinner hat sich gemeldet – sein Wohnort darf auf Geldsegen hoffen

Ein Berner hat den Jackpot geknackt? (Symbolbild)

Ein Berner hat den Jackpot geknackt? (Symbolbild)

Der Rekord-Lottogewinn von 48,6 Mio. Franken vom vergangen Wochenende wird auch abgeholt. Er wird nicht verfallen, wie dies auch schon geschehen ist. Freuen dürfte das auch die Wohngemeinde des Gewinners, die 10 Prozent des Jackpots einstreicht.

Weitere Angaben - etwa zum Wohnort der Gewinnerin oder des Gewinners und zum Ort, wo der Lottoschein eingelöst wurde - machte die Lottogesellschaft Swisslos aus Persönlichkeitsschutzgründen nicht.

Bleibt der Gewinner oder die Gewinnerin bis Ende Jahr im Kanton Bern wohnhaft, wird dieser Kanton zehn Prozent des Lottogewinns einstreichen, ebenso die Wohngemeinde. Dazu kommen Bundessteuern und fünf Prozent Gewinnungskosten. Insgesamt wird laut Swisslos-Sprecher Willy Mesmer der oder die Glückliche etwa 35 Prozent des Gewinns dem Fiskus abliefern müssen.

Bleibt die Lotto-Gewinnerin oder der Lotto-Gewinner im Kanton Bern wohnhaft, versteuert er oder sie diesen Gewinn zu besseren Konditionen als in vielen anderen Kantonen. Der Einheitssatz von zehn Prozent sei nämlich eine Berner Besonderheit, sagt Mesmer.

Nur in den bekannten Tiefsteuerkantonen komme der Lotto-Gewinner besser weg. In den anderen Kantonen fällt ein Lottogewinn unter die Einkommenssteuer.

Falls der Lotto-Gewinner oder die Lotto-Gewinnerin im Kanton Bern bleibt, können sich Kanton und Wohnsitzgemeinde auf je rund 4,5 Mio. Franken Steuerabgaben freuen. Für den Kanton Bern bedeutet dieser Betrag etwas weniger als ein Promille seiner Total-Steuereinnahmen (ohne Verkehrs- und Beherbergungsabgaben und Anteil Bundessteuern) des Jahrs 2013.

Etliche Gewinne verfallen

Aus vielen Ländern gibt es Nachrichten von Lottospielern, die zum Teil sehr hohe Gewinne verfallen liessen. So meldete etwa die britische Lotteriegesellschaft Camelot im Dezember 2012, ein Jackpot-Gewinn von 94 Mio. Franken sei nicht abgeholt worden und verfallen.

Bei Swisslos blieb der letzte Millionenbetrag 2011 liegen. Trotz Suche über die Medien wurde ein Gewinn von rund 3,9 Mio. Franken nicht geltend gemacht. Der Lottoschein wurde damals im Kanton Zug ausgefüllt.

Ein Innerschweizer gewann Anfang 2010 im Swiss Lotto fast fünf Mio. Franken, merkte aber nicht, dass er der Gewinner war. Erst nachdem Swisslos mit Inseraten nach dem Gewinner gesucht hatte und die Frau des Gewinners das Inserat sah, meldet sich der Mann kurz vor Ende der sechsmonatigen Meldefrist bei der Lottogesellschaft.

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