U-Bahn-Streik

Londoner Pendler leiden unter U-Bahn-Streik

Streik in London legt U-Bahn lahm

Streik in London legt U-Bahn lahm

Harte Geduldsprobe für Millionen von Pendlern: Ein U-Bahn-Streik hat weite Teile des Verkehrsnetzes in London lahmgelegt und für teils chaotische Zustände gesorgt. Mehrere Linien waren komplett dicht, andere fielen teilweise aus.

Die Menschen drängten sich in Busse, überquerten die Themse mit Booten, versuchten im Nieselregen per Fahrrad oder zu Fuss weiterzukommen und kamen oftmals zu spät zur Arbeit. Weil die Gewerkschaft den Streik angekündigt hatte, hatten sich manche Arbeitnehmer auch freigenommen.

Der 48-Stunden-Streik hatte am Dienstagabend begonnen und sollte am Donnerstagabend enden. Bis zur letzten Minute hatten Gewerkschaft und Arbeitgeber vergeblich versucht, einen Streit um Geld und Arbeitsbedingungen noch ohne Ausstand zu beenden. Die Arbeitnehmervertreter forderten fünf Prozent mehr Geld und einen Verzicht auf Stellenabbau.

Die Londoner "Tube" fährt zu Stosszeiten mit mehr als 500 Zügen und transportiert damit etwa 3,5 Millionen Kunden jeden Tag. Ein Streik kostet die Londoner Wirtschaft nach unterschiedlichen Schätzungen täglich zwischen 50 und 100 Millionen Pfund (170 Millionen Franken).

Londons Bürgermeister Boris Johnson kritisierte den Streik als "unnötig" und "absolut verrückt", als er mit vielen anderen Pendlern ein Boot bestieg, um die Themse Richtung Rathaus zu überqueren. "Ich gratuliere jedem, der es zur Arbeit geschafft hat, es ist heldenhaft, sich hier durchzuschlagen."

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