Zugunglück

Lokführer des Unglückszuges sagt frühestens am Sonntag aus

Lokführer Francisco José Garzón nach dem Unfall. Der verletzte Lokführer wird wird von zwei Männern gestützt.

Lokführer Francisco José Garzón nach dem Unfall. Der verletzte Lokführer wird wird von zwei Männern gestützt.

Nach der Zugkatastrophe mit 78 Toten in Nordwesten Spaniens soll der Lokführer frühestens am Sonntag dem Untersuchungsrichter vorgeführt werden. Der der Fahrlässigkeit beschuldigte Francisco José Garzón soll wenn möglich im Gericht und nicht im Spital vernommen werden.

Dies teilte das Oberlandesgericht der Autonomen Region Galicien (TSJG) am Samstag mit. Am Freitag hatte Garzón nach Medienberichten die Aussage bei der Polizei verweigert. Der 52-Jährige war zuvor im Spitalbett festgenommen worden. Ihm wurden seine Rechte mitgeteilt.

Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der erfahrene Eisenbahner am Mittwochabend wenige Kilometer vor der Einfahrt in die Station von Santiago de Compostela seinen Zug in einer Tempo-80-Zone aus noch unbekannten Gründen mit 190 Kilometern pro Stunde ins Unglück.

Wie Galiciens Regionalbehörden mitteilten, wurden beim Unfall 178 Fahrgäste verletzt. Rund 30 Menschen lagen am Samstag noch in kritischem Zustand im Spital Clinico de Santiago, wo auch der am Kopf leicht verletzte Garzón behandelt wurde.

Die offizielle Trauerfeier für die 78 Todesopfer des Unglücks soll am Montag in der Kathedrale von Santiago de Compostela stattfinden.

Überwachungskamera filmt den Zugsunfall in Spanien

Bilder der Überwachungskamera

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