Robin Grossmann

Loben statt toben

Loben statt toben

Loben statt toben

Robin Grossmanns Nationalmannschafts-Premiere. Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft hat am Montag in Olten mit der WM-Vorbereitung begonnen. Mit dabei ist erstmals auch der Dintiker Robin Grossmann.

Am 20.März ging die Meisterschaftssaison von Robin Grossmann in Kloten zu Ende. Seine Mannschaft, der HC Davos, hatte das sechste Viertelfinalspiel gegen die Flyers mit 3:4 verloren und sich damit vorzeitig aus dem Meisterrennen verabschiedet. Der 22-Jährige wusste jedoch, dass er seine Eishockey-Ausrüstung nicht im Keller verstauen durfte. HCD-Trainer Arno Del Curto hatte ihm kurz nach dem Out mitgeteilt, dass er mit einem Aufgebot zur Nationalmannschaft rechnen müsse.

Ein paar Tage später, Grossmann weilte ferienhalber gerade in New York, erhielt er prompt den Anruf des neuen Nationaltrainers Sean Simpson mit der frohen Kunde, dass er zum Nationalmannschaftskader gehören wird. «Ich hätte mit Davos gerne noch länger Eishockey gespielt. Deshalb war ich auch bereit, noch mal zurück auf den Gletscher zu gehen», winkt er bei der Frage, ob er des Eishockeys nach der langen Saison nicht überdrüssig sei, schnell ab.

Am Ostermontag erfolgte im Oltner Kleinholz das erste Rendezvous mit Sean Simpson. Heute Abend (19.45 Uhr) kommt es dort auch zum ersten von zwei Testspielen gegen Tschechien. Für Robin Grossmann, der schon in diversen Schweizer Nachwuchs-Auswahlen internationale Erfahrung sammeln durfte, eine schöne Abwechslung zum Ligaalltag – und vor allem auch von Arno Del Curto: «Simpson schreit weniger herum und lobt die Spieler mehr», beschreibt Grossmann den Unterschied der beiden Trainer mit einem schelmischen Lächeln auf den Lippen – wohl wissend, dass ihn nicht nur sein Talent, sondern vor allem die fordernde Art Del Curtos in den letzten zwei Jahren zum Nationalspieler geformt hat.

«So viel wie möglich lernen»

Ob es Robin Grossmann allerdings bereits in diesem Jahr zu einer WM-Teilnahme reicht, ist fraglich. Das Gesicht des Nationalteams wird sich bis zur Weltmeisterschaft in Deutschland noch stark verändern. Auch deshalb sagt der Verteidiger: «Ich geniesse die Zeit, die ich hier verbringen darf, und versuche, so viel wie möglich zu lernen.» Am kommenden Samstag wird Sean Simpson einen ersten Kaderschnitt vornehmen. Dann hat Grossmann zumindest zwei Länderspiele auf seinem Konto. Er ist damit auch einer der wenigen Aargauer, die das Dress der Schweizer Nationalmannschaft überstreifen durften. Der letzte war übrigens Oliver Hoffmann, der in den 1990ern viermal für die Schweiz im Einsatz stand.

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