Bau-Schäden

Letzigrund-Stadion nach Riss im Dach bald wieder freigegeben

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Bei der Untersuchung des Zürcher Letzigrund-Stadions sind neben einem Riss in einem Stahlträger der Dachkonstruktion weitere Baumängel zum Vorschein gekommen. Trotzdem wird es für das Spiel FC Zürich gegen FC Luzern vom kommenden Sonntag freigegeben.

Um jegliches Risiko auszuschliessen, werden alle 31 Dachträger je mit einer zusätzlichen, provisorischen Stütze gesichert, wie das Hochbaudepartement der Stadt Zürich mitteilte. Die Sicherheit sei damit gewährleistet, und das Spiel FCZ - FC Luzern könne wie ursprünglich geplant am 7. März im Heimstadion stattfinden.

Auch die Nachtragspartie zwischen den Grasshoppers und dem FC Aarau kann im Letzigrund ausgetragen werden. Mit der Freigabe des Stadions "in den nächsten Tagen" ist noch kein Normalbetrieb möglich.

So sind die Tribünen für die Zuschauer nur während den Spieltagen zugänglich, und der Trainingsbetrieb ist nur beschränkt möglich. Auflagen bezüglich Zuschauerzahlen hat die Stadt nicht erlassen.

Nach dem entdeckten Riss in einem der stählernen Dachträger am 8. Februar war das Stadion vorsorglich geschlossen worden. Seither laufen im Letzigrund aufwendige Abklärungen. Zusätzlich zu den Untersuchungen mit Endoskop wurden die Stahlteile mit Röntgen- und Ultraschallgeräten überprüft.

Dabei seien neben dem bisher bekannten Riss Rostschäden "an kritischen Stellen" zutage gefördert worden, die sofort behandelt werden müssten, teilte das Hochbaudepartement weiter mit. Dazu müssten diverse "Material- und Ausführungsunregelmässigkeiten" weiter untersucht werden.

Andrea Holenstein, stellvertretende Kommunikationsleiterin des Hochbaudepartementes, sprach auf Anfrage von "gravierenden Mängeln". So seien bei Stahlträgern auch "Schlackenverunreigungen" entdeckt worden, die zu Materialermüdungen führen könnten.

Laut Hochbaudepartement gehen alle Beteiligten davon aus, dass die Dachkonstruktion "mit geeigneten Massnahmen" verbessert werden muss. Bis Ende Juli werde das Stadiondach saniert sein, zeigte sich Holenstein überzeugt.

Bei der für Planung und Bau des Stadions verantwortlichen Implenia hat die Stadt eine Mängelrüge deponiert.

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