Fritz Thut

Die Berufsschule Lenzburg ist ein florierendes Unternehmen. Neben der Ausbildung von rund 2600 Lehrlingen verschiedenster Berufssparten gewinnt der Bereich Weiterbildung immer mehr an Bedeutung. Um die räumliche Enge vor allem in diesem Sektor zu beheben, wird mitten im Campus ein Neubau erstellt, der mit Rahmenprojekten gut 20 Millionen Franken kosten wird.

«Die Nachfrage ist gross»

An der offiziellen Grundsteinlegung verewigten sich alle Teilnehmer mit ihrer Unterschrift auf einer Schaltafel. Die Signaturen werden in eine Tafel gestanzt und in einer Wand eingemauert. Rektor Ruedi Suter freute sich, an diesem Anlass zahlreiche Gäste zu begrüssen, die zum Bau beitrugen und beitragen. «Die Nachfrage nach Weiterbildungskursen ist so gross, dass wir mehr Platz benötigen», schilderte er eingangs die Ausgangslage.

«Klares und deutliches Bekenntnis»

Für Stadtammann Hans Huber, der hier gleichzeitig als Präsident der Projektierungs- und Baukommission wirkt, ist klar, dass «heute der Grundstein gelegt wurde für das weiter erfolgreiche Wirken, Aus- und Weiterbildung an diesem Ort». Huber lobte die Weitsicht der Schulbehörden mit Vorstandspräsident Ernst Wüst und Rektor Suter an der Spitze, aber auch der Bevölkerung der Stadt Lenzburg, die sich bei jeder Gelegenheit «klar und deutlich» zur Berufsschule vor Ort bekennen. Der Stadtammann bedankte sich auch bei den kantonalen Stellen «für das Verständnis für das Anliegen, die Schule auf dem neuesten Stand zu halten».

«Namhafter Beitrag des Kantons»

Diesen Faden nahm Regierungsrat Alex Hürzeler in seiner Ansprache auf. Der Bildungsdirektor bekannte sich zum dualen Bildungssystem der Schweiz, das seine Leistungsfähigkeit bei internationalen Vergleichen immer wieder unter Beweis stelle. Berufsschulen stellen, in enger Partnerschaft mit der öffentlichen Hand und den Berufsverbänden, sicher, dass «jungen Leuten dieser wichtige Lebensabschnitt gelingt». Die BSL sei mit der Bereitstellung der nötigen Infrastruktur ein wichtiger Partner bei der Berufsbildung.

Laut Hürzeler schätzt sein Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) auch den Beitrag des BSL zur Weiterbildung. «Man lernt ja bekanntlich nie aus – auch nicht als Regierungsrat», beschrieb er diesen permanenten Prozess. Mit dem Neubau eines Weiterbildungszentrums, so ist der BKS-Vorsteher überzeugt, «kann die BSL sicherlich ihre Attraktivität weiter steigern». Hürzeler kam nicht mit leeren Händen. Der Kanton leistet mit gut 3 Millionen Franken einen «namhaften Beitrag» an die BSL-Projekte. Nicht subventioniert werden reine Weiterbildungsinvestitionen. «Hier bewegt sich die BSL im freien Markt», so Hürzeler.