Leiche auf der Aarebrücke: Wer erschoss Karl Dittmann?

Wer erschoss Karl Dittmann?

Wer erschoss Karl Dittmann?

Karl Paul Dittmann war Künstler und Einzelgänger. Ende November wurde er in Koblenz erschossen. Die Polizei sucht noch immer fieberhaft nach den Tätern.Für Hinweise gibt es eine saftige Belohnung.

Die Polizei tappt seit fast drei Monaten im Dunkeln. Der Tod von Karl Paul Dittmann bleibt ein Rätsel. Am 27. November fanden Passanten die Leiche des 63-jährigen Deutschen gegen 23 Uhr auf der Koblenzer Aarebrücke. Der Mann lag mit einer Schussverletzung auf dem Fussgängersteg.

Motiv ist unklar

Intensiv suchte die Polizei nach der Tatwaffe, sogar in der Aare wurde danach getaucht. Vergebens. «Wir gehen davon aus, dass Dittmann einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist», sagt Bernhard Graser von der Kantonspolizei. Erkenntnisse über die Täter und deren Motive gebe es allerdings nicht. «Der Fall bleibt mysteriös.»

Fest steht allerdings, dass der Deutsche, der aus Bergisch Gladbach bei Köln stammte, sich in den Monaten vor seinem Tod häufig im Gebiet zwischen Basel und dem Bodensee aufhielt. Dabei stieg er immer wieder in Hotels beidseits des Rheins ab und war mit einem blauen Mercedes Benz 190E (Jahrgang 1992) mit dem deutschen Kennzeichen GL-A 5762 unterwegs. «Dittmann ging keiner festen Beschäftigung nach. Er galt in seiner Heimat als Künstler», sagt Graser. Zudem sei er eher ein Einzelgänger gewesen. «Er hatte zwei erwachsene Söhne und lebte getrennt von seiner Frau. Selten nahm er telefonisch mit seiner Familie Kontakt auf.»

Warum es den Deutschen immer wieder in die Schweiz zog, wisse die Polizei nicht. Unklar ist auch, warum sich Dittmann am 27. November in Koblenz aufhielt und ob er mit Begleitung unterwegs war. Hinweise nimmt die Polizei unter der Nummer 0628358181 oder 117 entgegen. Es ist eine Belohnung von 20000 Franken ausgesetzt. (som)

Meistgesehen

Artboard 1