Quartiertreffpunkt
Lehrlinge bauen neuen Treffpunkt

Gestern fand der symbolische Spatenstich für den Neubau des Quartiertreffs im Kasernenareal statt. Dabei wurde erstmals das Modell des neuen Treffpunkts präsentiert. Die anfallenden Bauarbeiten werden ausschliesslich von Lehrlingen aus verschiedenen Berufen ausgeführt.

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Neubau Quartiertreffpunkt

Neubau Quartiertreffpunkt

bz Basellandschaftliche Zeitung

Ralph Tharayil

Der Gewerbeverband Basel-Stadt hat anlässlich seines 175-Jahr-Jubliäums den Neubau des sanierungsbedürftigen Quartiertreffpunkts «Kasernentreff» in Auftrag gegeben. Unterstützt wird der Neubau unter anderem von der Ulrich Stamm-Stiftung, der Bürgergemeinde Basel-Stadt und der Gebäudeversicherung Basel-Stadt.

Der Gewerbeverband arbeitet eng mit der Christoph Merian Stiftung und dem Trägerverein des Quartiertreffpunkts zusammen. «Wir wollten zu unserem Jubiläum keinen Schicki Micki-Anlass, sondern die Sicherstellung des Berufsnachwuchses gewährleisten», meinte Werner Schmid, Präsident des Gewerbeverbands Basel-Stadt.

Junge bauen für Junge

Der Neubau des Quartiertreffpunkts wird deshalb ausschliesslich von Lehrlingen aus verschiedenen Berufsgruppen ausgeführt. Dazu gehören unter anderem Spengler, Schreiner, Maurer und Elektriker. Auch der Flyer für den Spatenstich und das Modell des neuen Quartiertreffpunkts wurden von Lehrlingen gestaltet.

Der neue Quartiertreffpunkt soll im August und September 2009 auf dem Kasernenareal fertiggestellt werden. «Wir möchten einen Pfahl einschlagen und zeigen was Lehrlinge alles leisten können», sagte Reto Baumgartner vom Gewerbeverband Basel-Stadt und Projektleiter Neubau Kasernentreff. Der Quartiertreffpunkt ist nach einer Inspektion von Fachleuten als sanierungsbedürftig befunden worden.

Die jetzige Holzbaracke auf dem Kasernenareal konnte im Winter nicht beheizt werden und das WC befand sich nicht in der Baracke selbst. «Uns freut es ungemein, dass sich der Gewerbeverband so für diesen Treffpunkt engagiert», meinte Beat Jans, Präsident Trägerverein Kasernentreffpunkt.
Der Treffpunkt ist laut Jans nicht nur ein Ort, wo Kinder zusammenkommen und verschiedenen spielerischen Tätigkeiten nachgehen könnten, sondern auch ein Schmelztiegel der Stadt Basel, wo Integration geschieht.

Quartiertreffpunkt aus Baumodulen

Der Neubau wurde vom «baubüro insitu» entwickelt und ist modulartig aufgebaut. «Der Aufbau des ganzen Gebäudes geht nur 2 - 3 Tage», erklärte Paul Rössler vom «baubüro insitu». Da die
räumlichen Entwicklungen des Kasernenareals noch nicht geklärt sind, wurde der Neubau bewusst als Provisorium konzipiert. So kann der künftige Treffpunkt, falls nötig, leicht an einem anderen Standort aufgebaut werden.

«Wir wollten zudem ein nutzungsorientiertes und energetisch nachhaltiges Gebäude bauen», sagte Paul Rössler. Die jetzige Baracke wird in zwei Zimmer von je 25 beziehungsweise 35 Quadratmeter aufgeteilt. Auch eine kleine Bühne für Lesungen oder Theaterstücke findet sich im neuen Quartiertreffpunkt. Dieoffizielle Einweihung des neuen Treffpunkts findet im kommenden Herbst statt.

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