Lehrermörder

Lehrermörder Ded Gecaj: Hundert Polizisten brachten ihn zum Flughafen

Der St. Galler Lehrermörder Ded Gecaj wurde in Pristina einer Schweizer Spezialeinheit übergeben. In St. Gallen will man das Strafverfahren gegen Gecaj so schnell wie möglich abschliessen. Derweil droht Gecajs Anwalt mit einer Klage beim internationalen Gerichtshof.

«Ein Heer von schwer bewaffneten Beamten aus Spezialeinheiten der kosovarischen und der EU-Polizei Eulex bewachten Ded Gecaj im Kosovo auf dem Weg zum Airport», erklärt sein Anwalt, Universitätsprofessor Kole Krasniqi gegenüber der Zeitung «Sonntag».

«Im Einsatz waren rund hundert Polizisten.» Gecaj sei am Donnerstag um circa zehn Uhr im Untersuchungsgefängnis Pristina abgeholt worden, erklärt der Anwalt weiter. «Auf dem Airport wurde er dann der Schweizer Spezialeinheit übergeben.»

Ursula Brasey, die zuständige St. Galler Staatsanwältin zeigt sich erleichtert. Ihr Wunsch ist es, dass Strafverfahren gegen Gecaj so schnell wie möglich abzuschliessen, um die Sache zu Ende zu bringen. Zum Prozess dürfte es aber erst 2011 kommen. Die St. Galler Staatsanwaltschaft wirft Gecaj vor, seine Tochter sexuell missbraucht und 1999 ihren Lehrer Paul Spirig getötet zu haben. Gegenüber «Sonntag» droht Anwalt Krasniqi: «Wenn Ded Gecaj nochmals wegen Mordes verurteilt wird, dann bleibt uns nichts anderes übrig, als beim internationalen Gerichtshof Klage zu erheben.»

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