Goju-Ryu-Karateschule von Jure Batur in Obfelden

«Leere Hand» – volle Konzentration

Spielerisch und doch ernst: Jure Batur instruiert Kinder. (Bild Werner Schneiter)

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Spielerisch und doch ernst: Jure Batur instruiert Kinder. (Bild Werner Schneiter)

Karate heisst «leere Hand», was Kampf ohne Waffen bedeutet. Selbstverteidigung, die Disziplin, Konzentration und Durchhaltewille erfordert, lernen Kinder und Erwachsene in der unlängst eröffneten Karateschule Goju-Ryu in Obfelden.

Jure Batur, Inhaber der Karateschule, aus Kroatien stammend und in der Schweiz längst integriert, verfügt über eine betriebswirtschaftliche Ausbildung und ist in der Finanzbranche tätig. Die Schule betreibt der verheiratete Vater einer zehn Monate alten Tochter nicht mit Gewinnabsicht. «Ich will etwas für die Gemeinde tun», sagt der ehemalige Schweizer Meister im Kumite und Mitglied der Nationalmannschaft. Statt Wettkampfsport auf diesem Niveau, der täglich vier Stunden Training erfordert, betreibt Jure Batur nun die Karateschule Goju-Ryu. Und das in einem rund 80 Quadratmeter grossen Raum, den er von Holzbau Frick gemietet hat.

Beim Besuch am Freitagabend um 18 Uhr kommt rund ein Dutzend Kinder zum Training - mit sichtlicher Freude, auch wenn hier mehr Wert auf Disziplin gelegt wird als anderswo. Der Trainer heisst Sensei und ist eine Respektsperson, die mit klaren Anweisungen und japanischen Ausdrücken arbeitet. «Die Schüler lernen auf japanisch zählen, sie lernen die Namen der Stellungen, der Technik der Schläge und der Abwehrtechnik kennen», sagt Jure Batur.

Karate ist mehr als nur Sport. Da wird zwar jeder einzelne Muskel trainiert, aber ebenso grosses Gewicht haben gegenseitiger Respekt. Karate ist ein «In-sich-Gehen», Lebenseinstellung und Ausgleich, der Geist und Körper wohltut. Das Training beginnt mit dem Aufwärmen und mit einer kurzen Meditation und besteht aus Übungen im Kata und Kumite. Kata bedeutet «Schattenkampf» ohne Körperkontakt und mit imaginärem Gegner; Kumite ist Kampf mit und ohne Körperkontakt. «Hier geht es nicht um K.-o.-Schläge, deshalb ist dies von Jugend und Sport anerkannt. Wer als Karateschüler etwa auf dem Pausenplatz der Schule eine Schlägerei anzettelt, fliegt von meiner Schule», sagt Jure Batur.

Das altersstufengerechte Training von Selbstverteidigung besteht aus Abwehrtechniken, aber für jede Abwehrtechnik gibt es auch eine Angriffstechnik. Eltern schicken ihre Kinder nicht nur in die Karateschule, damit sie sich verteidigen können, sondern auch, damit sie ihr Selbstvertrauen stärken sich im Leben besser durchbeissen und auf unvorhergesehene Situationen besser reagieren können. So steht denn in der Karateschule neben Disziplin auch Konzentration und Durchhaltewille im Vordergrund. Trainiert werden Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer und der mentale Bereich.
(-ter.)
Informationen: www.gojuryu-karate.ch, Telefon 076 334 17 38.

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