Mysteriös

Lebenspartner brachte Schwerkranke vor Spital Münsterlingen

Identität der kranken Frau ist geklärt

Identität der kranken Frau ist geklärt

Die am Dienstagmorgen vor dem Kantonsspital Münsterlingen gefundene schwer kranke Frau war von ihrem Lebenspartner zum Spital gebracht worden. Beide stammen aus Mazedonien, wie die Polizei mitteilte.

Die Frau und ihre Lebenspartner sind beide 43 Jahre alt. Die Frau hat bereits seit einiger Zeit illegal im Thurgau gelebt. Der Lebenpartner hat nach Auskunft von Untersuchungsrichter Patrick Müller eine Aufenthaltsbewilligung, lebt bereits seit über 30 Jahren in der Schweiz und ist arbeitstätig.

Der Lebenspartner hat in der polizeilichen Befragung zugegeben, dass er die Frau aus Verzweiflung zum Parkplatz des Kantonsspitals gebracht hatte. Nach der Befragung wurde der Mann wieder entlassen. Ob er wegen Aussetzung angeklagt wird oder ob das Verfahren eingestellt wird, wird laut Müller noch abgeklärt.

Inzwischen ist klar, dass die Frau an einem bösartigen Krebstumor leidet. Die Frau war in Decken gehüllt auf dem Spitalparkplatz gefunden worden. Neben ihr lag eine pinkfarbene Sporttasche, in der sich Kleidung, aber keine Ausweise fanden.

Dolmetscher sprachen die Kranke in den letzten Tagen in verschiedenen Sprachen an. Am Donnerstag kamen die Behörden zum Schluss, sie könne aus Mazedonien stammen und Serbisch sprechen.

Sie hatte auf diese Sprache am stärksten reagiert und auf einer Europakarte auf Nachfrage auf Mazedonien gezeigt. Untersuchungsrichter Patrick Müller erklärte am Freitag, auf Grund der Aufrufe in den Medien habe die Polizei Hinweise auf eine Wohnung in Kreuzlingen bekommen.

Die Überprüfung dieser Wohnung habe dann gezeigt, dass die Frau seit mehreren Monaten dort gelebt habe. Da sie sich illegal in der Schweiz befunden habe, sei sie wohl nicht versichert. Müller geht davon aus, dass man sie vor das Spital gelegt habe, damit sie Hilfe bekomme.

Der Zustand der Frau ist derzeit stabil; sie befindet sich nicht in Lebensgefahr. Der verhältnismässig gepflegte Zustand der Frau liess vermuten, dass sie von Unbekannten betreut worden war, bevor man sie vor das Kantonsspital legte.

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