Konsumenteninformation

Lebensmittel-Ampel in der Schweiz nur im Internet und auf dem Handy

Ampel-Angaben weisen auf hohen, Fett, Zucker oder Salzgehalt hin

Ampel-Angaben weisen auf hohen, Fett, Zucker oder Salzgehalt hin

Rot, grün, gelb: Die umstrittenen Lebensmittel-Ampeln sind ab sofort auch für Schweizer Konsumenten abrufbar. Allerdings nur im Internet und auf dem Handy. Die Ampel zeigt an, wieviel Salz, Zucker, Fett oder gesättigte Fette ein Getränk oder Lebensmittel hat.

Abrufbar sind die Ampeln auf der Internetplattform www.codecheck.info. Nach Angaben ihres Gründers, Roman Bleichenbacher, sind inzwischen rund 25'000 Schweizer Produkte erfasst. 7000 davon wurden mit einer Ampel ausgestattet.

"Dass Gemüse gesund ist, ist den Leuten klar", erklärte Bleichenbacher. "Schwierig wird es bei verarbeiteten Lebensmitteln. Der Konsument kann kaum herausfinden, ob sich darin viel Salz, Fett oder Zucker versteckt." Leuchtet die Ampel rot, heisst es: Mit Vorsicht geniessen. Orange und grün bedeuten: Das Nahrungsmittel kann entweder mit Mass oder sogar reichlich gegessen werden.

Grossbritannien kennt die Nährwert-Ampel seit 2006. Eine Studie der britischen Lebensmittelbehörde habe gezeigt, dass die Menschen weiter dieselben Vorlieben hätten, jedoch nach gesünderen Alternativen griffen. "Sie kaufen jetzt jene Pommes-Chips mit weniger Salz oder Fett."

Die Ampel beziehe sich nur auf den Nährwert eines Produktes, sagte Bleichenbacher. Sie zeige nicht an, ob ein Lebensmittel umstrittene Zusatzstoffe oder genveränderte Zutaten enthalte. Menschen mit Gesundheitsproblemen müssten sich deshalb weiter informieren.

Die Konsumenten können sich die Infos im Internet suchen oder direkt auf dem Handy anzeigen lassen. Noch müssen sie aber den ganzen Strichcode eintippen. Bleichenbacher verspricht Besserung: Mit Handys der neusten Generation werden die Konsumenten den Code nur noch über die Kamera einlesen müssen. Die Einführung sei noch in diesem Quartal geplant.

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