Dreiländergarten
Lebendig und attraktiv

10 Jahre Dreiländergarten in Weil: eine Erfolgsgeschichte – Jubiläum wird gefeiert. Die «Grün 80» ist Pate gestanden und wie sein Basler Pendant ist auch der Dreiländergarten in Weil problemlos zum vielseitigen Volkspark mutiert.

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Dreiländergarten

Dreiländergarten

Keystone

Rolf Schenk

Zehn Jahre sind es her, seit sich Weil am Rhein mit der Landesgartenschau ein grünes Denkmal gesetzt hat. Kernstück der Gartenbau-Ausstellung war der Dreiländergarten am südöstlichen Stadtrand in der Nähe der Kleinbasler Naherholungszone Lange Erlen mit welcher der Freizeitpark über den 1999 ebenfalls eingerichteten Regiokunstweg direkt verbunden ist.

«Mann der ersten Stunde» war der Weiler Bürgermeister Klaus Eberhardt, der nun als Vorsitzender des Fördervereins Dreiländergarten auch für das Jubiläumsprogramm verantwortlich zeichnet, das Ende April mit der Ausstellung «Zehn Jahre Grün 99» im Hadid-Pavillon eröffnet wurde. Die retrospektive Ausstellung ist bis zum Abschluss des «kleinen Jubiläums» im Oktober jeweils sonntags von 11-18 Uhr zugänglich.

Die Zusammenarbeit mit der heute zwar weltberühmten, aber damals erst als als «Geheimtipp» geltenden, irakischen Architektin Zaha Hadid bezeichnet Eberhardt im Rückblick als sein «spannendstes und kreativstes Erlebnis» beim Aufbau der Gartenbau-Ausstellung». Ihr Objekt «LF one», das sie als Skulptur interpretierbares Gebäude entwickelt hat, ist mit seinem längsgestreckten dynamischen Baukörper zum Zentrum und Wahrzeichen des Parks geworden und beherbergt neben der Ausstellungshalle auch ein Bistro und das Trinationale Umweltzentrum.

Zu den unvergesslichen Erlebnissen zählt Bürgermeister Eberhardt auch den Besuch der Liestaler Feuerwagen, die 1999 zum Abschlussfest der Gartenschau einen beeindruckenden Hauch von «Chienbäse» in den Dreiländergarten gebracht haben. Mit über 1400 Kulturevents wurde damals der ganzen Region ein Angebot unterbreitet, das für Weil und die Landesgartenschauen in Baden-Württemberg neue Massstäbe setzte.

Das damals abschliessende Feuerwerk wird zwar im Jubiläumssommer 2009 ausbleiben. Mit einer Vielzahl von Festivals, Konzerten, Aktionen und Projekten soll jedoch die Nutzbarkeit des Volksparks verdeutlicht werden. Entscheidend für Klaus Eberhardt ist dabei, dass damit aufgezeigt wird, wie der Dreiländergarten auch in Zukunft mit relativ bescheidenem Aufwand zusätzlich genutzt werden kann.

Dass er nichts von seiner Attraktivität eingebüsst hat und vorab von Familien und Senioren auch ohne zusätzliche Events rege genutzt wird, steht ausser Zweifel. Und der nachbarschaftliche Kontakt über die Landesgrenze funktioniert ebenso - und längst nicht nur wenn das Wetter zum Spaziergang über den Regiokunstweg lockt. Das wiederum war ja den Veranstaltern in Basel und Weil während beiden «Grün» nicht eben gewogen. Kein Wunder also wenn die Veranstalter hoffen, dass ihnen Petrus diesmal gnädiger gesinnt ist.

Es wäre auch bedauerlich, wenn die liebevoll gepflegte Blumen- und Pflanzenpracht wieder einmal im Regen fast ertrinken müsste. Beispielsweise der noch vom verstorbenen Weiler Oberbürgermeister Peter Willmann initiierte Rosengarten, der am Mittwoch, 20. Mai, um 17 Uhr offiziell übergeben wird. Oder wenn das erstmalig durchgeführte Festival «Rot 2009», das für alle Altersgruppen mit Konzerten, Walk-Acts, Chansons, Theater und kulinarischen Überraschungen bringen soll, oder das ab Ende Juli vorgesehene Kieswerk Open Air mit zwölf aktuellen Kinofilmen buchstäblich ins Wasser fallen würde.

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