Die Obduktion hat keine Hinweise auf eine Dritteinwirkung ergeben, wie das Untersuchungsrichteramt Berner Oberland und die Kantonspolizei Bern mitteilten. Weitere Ermittlungen sind im Gange.

"Wir müssen nun herausfinden, was genau vor dem Sturz über die Felswand passiert ist", sagte Polizeisprecherin Rose-Marie Comte auf Anfrage. Die Absturzstelle im Gebiet "Steinhalten" gilt vor allem im Winter als relativ gefährlich.

Nach dem 23-jährigen Engländer, der die Ferien mit seiner Familie in Wengen BE verbrachte, suchten zunächst die Polizei und danach auch privat organisierte Teams seit einer Woche. Zuletzt war der junge Mann in der Nacht auf den 22. Dezember gesehen worden, als er kurz nach 2 Uhr eine Bar in Wengen verliess.

Die Polizei suchte daraufhin vergeblich mit Helikoptern, einer Wärmebildkamera und einem Personensuchhund nach dem Vermissten. Sie stellte die gross angelegten Suchaktionen vorerst ein, obwohl die polizeilichen Ermittlungen weitergingen.

Am Montagnachmittag entdeckte schliesslich ein privates Suchteam zwischen Wengen und Lauterbrunnen die Leiche. Sie lag unterhalb des Aussichtspunkts "Mönchsblick", wie die Kantonspolizei weiter mitteilte. Am Tag darauf gab die Polizei die ersten Ergebnisse der Untersuchungen bekannt.