Susanne Hörth

Der Jurapark Aargau befindet sich mitten in der Errichtungsphase. Damit er ab 2011 in die zehnjährige Betriebsphase eintreten kann, bedarf es noch der Zustimmung der künftigen Parkgemeinden. Eine der zurzeit 30 Gemeinden ist Sulz. Seit dem 1. Januar 2010 ist Sulz Ortsteil von Laufenburg. Entgegen Sulz war Laufenburg bisher ausserhalb des Projektperimeters. Mit der Fusion hat sich die Situation für Laufenburg geändert. Die neue Gemeinde soll insgesamt zum Gebiet des Juraparks gehören. Dazu Rudolf Lüscher, Stadtammann von Laufenburg: «Es macht sehr Sinn, wenn das gesamte Gemeindegebiet im Parkperimeter des Juraparks liegt. Damit wird eine ganzheitliche Entwicklung sichergestellt.»

Lüscher führt weiter aus, dass der Ortsteil Laufenburg mit seiner ländlichen Umgebung hohe Werte in den Jurapark einbringe. Es sind dies natürliche und kulturelle Schätze wie die Rheinlandschaft, Geologie, Altstadt, Flusskraftwerk, Wald, Flur und regionales Gewerbe. «Das Parklabel ist eine Chance und Laufenburg kann davon profitieren», so der Stadtammann. Er geht auf das Parkkonzept ein, das sich auf thematische Schwerpunkte stützt, welche in Laufenburg von grosser Bedeutung sind, wie etwa Natur- und Kulturwerte, Tourismus, Naturenergie, Gesundheit und die damit verbundene wirtschaftliche Entwicklung. «Laufenburg ist mit seiner zentralen Lage zwischen Jura und Schwarzwald und der guten Verkehrsanbindung ein ideales Eingangstor für den Jurapark. Mit der Regio-S-Bahn Basel und den lokalen und überregionalen, den Jurapark durchquerenden direkten Bus-
linien nach Aarau, Brugg, Döttingen bildet Laufenburg den
Knotenpunkt im öffentlichen
Verkehr für den Jurapark», hebt Lüscher weitere Vorteile von Laufenburg hervor.

Der regionale Naturpark

Beim Naturpark geht es um ein Förderprogramm des Bundes zur Stärkung des ländlichen Raums. Bund, Kanton und Dritte tragen mit 84 Prozent den grössten Teil der Kosten. Die verbleibenden 16 Prozent des Gesamtbudgets gehen zulasten der Parkbevölkerung. Pro Kopf und Jahr ist hier ein Betrag von fünf Franken veranschlagt.

Fünfliber pro Kopf

An den Wintergmeinden stimmen die 30 Parkgemeinden über diesen Jura-Fünfliber für die Zeitdauer von insgesamt zehn Jahren ab. Ein Ja bedeutet das definitive Mitmachen der jeweiligen Gemeinde im Jurapark. Gleichzeitig ist die Zustimmung zum Jura-Fünfliber für den Bund die Voraussetzung für die Erteilung des Labels «Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung» und zur Leistung seiner Beiträge. Damit erhält der Bund die Gewissheit, dass der Naturpark von der Basis getragen wird. Wie Rudolf Lüscher erklärt, ist in Laufenburg eine
Infoveranstaltung vor der Ge-
meindeversammlung geplant. Schwerpunktthema an der Orientierung ist der Kreditantrag für die Stadthalle. Voraussichtlich wird aber auch der Jurapark vorgestellt. Lüscher bezeichnet die Chancen für ein Ja zum Jurapark in Laufenburg als sehr gut.

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