Langenthal

Langenthal hoch überlegen

Langenthal muss den Vergleich mit der Hauptstadt nicht scheuen: Im Duell gegen das achtmal grössere Bern siegten wir locker. Die Bevölkerung nutzte die Aktion «schweizbewegt» rege aus und legte an zwei Tagen in der Stadt dutzende Kilometer zurück.

Tobias Granwehr

Das Kreuzfeldareal wurde vom Dienstagnachmittag bis gestern Abend von sportbegeisterten Langenthalerinnen und Langenthalern in Beschlag genommen: Dort war das Start- und Zielgelände für die Aktion «langenthalbewegt» eingerichtet. An den beiden Tagen tummelten sich über 2000 Personen auf dem Areal beziehungsweise begaben sich auf den fünf Kilometer langen Parcours oder skateten als Gruppe durch die Stadt.

Schweizweit beteiligten sich 144 Gemeinden an «schweizbewegt». Die Einwohner sammelten fleissig Bewegungsminuten für ihre Gemeinden. Dabei traten die Ortschaften in Duellen gegeneinander an. Langenthal traf auf Bern - eigentlich ein unfaires Duell angesichts der so unterschiedlichen Einwohnerzahlen. Deshalb vereinbarten die beiden Organisationskomitees den Faktor eins zu vier. Langenthals Minuten sollten also mal vier gerechnet werden. Doch bereits am Dienstagabend stellte sich heraus, dass auf den Faktor verzichtet werden konnte, denn: Die Langenthaler sammelten deutlich mehr Minuten als die Hauptstädter. Und: Während in Langenthal auch am Mittwoch noch gelaufen wurde, beschränkte sich die Aktion in Bern bloss auf den Dienstag.

Nicht nur die Schüler laufen lassen

Knapp 1000 Schülerinnen und Schüler - hauptsächlich aus den Schulzentren Kreuzfeld und Elzmatte - absolvierten den Parcours durch die Stadt und erliefen so tausende Bewegungsminuten. Lehrerin Susanne Eichenberger nahm die fünf Kilometer gestern mit ihrer Tochter Helena in Angriff. «Ich kann ja nicht nur die Kinder rennen lassen», sagte sie schmunzelnd. Zudem habe ihre Tochter die rennenden Menschen gesehen und wollte deshalb auch mitlaufen. «Für die Kleinen sind fünf Kilometer schon viel, aber es hat uns Spass gemacht», sagten Mutter und Tochter. Nicht zu unterschätzen war auch der organisatorische Aufwand für «langenthalbewegt»: Das Budget betrug 20 000 Franken - wobei der Kanton Bern Langenthal als kantonalem Hauptort 10 000 Franken zur Verfügung stellte. Zudem standen an beiden Tagen über 50 Helferinnen und Helfer im Einsatz.

Auch Skater tragen zum Ergebnis bei

Gestern um 19 Uhr durften schliesslich auch Inline-Skater das Ihrige zum guten Gelingen beitragen. Etwa 200 begaben sich - angeführt von einem Polizeiwagen - am Langenthaler City-Skate auf einen Rundkurs durch die Stadt. Insgesamt sammelten alle Teilnehmenden von «langenthalbewegt» weit über 80 000 Bewegungsminuten. Damit wurde das angestrebte Ziel von 100 000 Minuten beinahe erreicht. Übrigens: Die Berner erreichten knapp 25 000 Minuten.

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