Toni Widmer

Vom Aarauer Buchenhof ein paar Häuser weiter in die gleichnamige, ehemalige Quartierbeiz, nach Entfelden und wieder zurück - immer wieder hat der Kreis I des Kantonalen Strassenunterhaltsdienstes sein Domizil gewechselt. Neunmal wurde allein zwischen 1958 bis 1970 gezügelt, weitere fünfmal in den nächsten 27 Jahren. Seit 1997 logierte Kreisingenieur Heinz Vöckt mit seinem Team in Containern in Schafisheim, der Werkhof war auf zwei Standorte in Lenzburg und Unterentfelden verteilt.

Gute Arbeitsplätze lohnen sich

«Die lange Odyssee ist definitiv zu Ende», freute sich Kantonsingenieur Rolf H. Meier an der Eröffnung des Neubaus in Lenzburg. Für 4,5 Mio. Franken ist die von der ehemaligen Baufirma Landis erworbene Liegenschaft zu einem Werkhof mit Büro- und Nebenräumen für Kreisingenieur und Strassenmeister sowie den notwendigen Werkstatt-, Technik- und Lagerräumlichkeiten für den Unterhaltsdienst ausgebaut worden.

Entstanden ist nach einem vom Architekturbüro Husistein & Partner, Aarau, verfassten Konzept ein Werkhof, der laut Baudirektor Peter Beyeler nicht wie ein Werkhof aussieht. «Wir haben hier einen architektonisch beeindruckenden Bau geschaffen, in dem zu arbeiten unseren Leuten Freude macht.» Gute Arbeitsplätze, erklärte Beyeler weiter, wirkten motivierend und würden sich auf die Dauer bezahlt machen, auch wenn sie vorerst allenfalls etwas teurer seien.

Speziell ist nicht nur die Architektur, sondern vor allem die Bauweise. Als erstes kantonales Gebäude und als zweites im Kanton entspricht der Werkhof in Lenzburg dem Minergie-Eco-Standard. Neben bestmöglicher Energieeffizienz wird dabei den eingesetzten Rohstoffen, ihrer Herstellung und Rückbaumöglichkeit sowie den Licht-, Lärm- und Raumluftverhältnissen besondere Beachtung geschenkt.