Dino Nodari

Die Landi Freiamt trotzt der Krise. Während andere Unternehmen Angestellte entlassen und ihr Angebot zurückfahren, schafft die Freiämter Genossenschaft in Widen 15 neue Arbeitsplätze. In einer Woche wird an der Allmendstrasse der Spatenstich vollzogen. Bereits am 1. September soll die Eröffnung gefeiert werden. «Der Mutschellen ist interessant für uns, weil es ein grosses Einzugsgebiet gibt», sagt Daniel Appert. Das Geschäftsleitungsmitglied ist überzeugt, dass gerade das Angebot für Haus und Garten auf dem Mutschellen Anklang finden wird. Seit dem ersten Kontakt mit der Gemeinde fühle sich die Landi in Widen willkommen, erklärt Appert.

Parkplätze: Lösung für alle

In Kontakt steht er auch mit Vertretern des Sportzentrums Burkertsmatt. Angst hat Appert nicht, dass die 78 Parkplätze dereinst ständig von Besuchern des Sportzentrums in Beschlag genommen werden. «Im Gegenteil, wir hoffen auf eine Lösung, die beiden Seiten dient. Durch die Nähe des Sportzentrums ergeben sich auch Synergien.» Es werde zwar zu kleinen Überschneidungen kommen, aber die Hauptfrequenzen auf dem Freizeitareal seien nicht identisch mit den Öffnungszeiten des Ladens.

Mit Erfolg durch die Krise

In den vergangenen Jahren hat die Landi Freiamt viel Geld in die Hand genommen. «In kleinen Dörfern sind wir heute häufig der einzige Laden», erklärt Daniel Appert. Er sieht gerade in der Expansion, die Gründe dafür, dass die Genossenschaft auch in der Wirtschaftskrise zulegen konnte. Dennoch brauche ein Dorf eine gewisse Grösse und Aktivität, damit ein Dorfladen rentabel betrieben werden könne. Alles andere als klein wird indes der Landi-Laden in Widen. Genau wie der Laden in Muri soll er ein ganzes Einzugsgebiet abdecken. Dafür investiert die Landi in Widen insgesamt sieben Millionen Franken. Zu Beginn werden dabei 15 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Projekt in Wohlen?

Mit dem Laden in Widen ist der Expansionshunger der grössten Schweizer Landi aber noch nicht gestillt. Bereits habe man die Fühler wieder ausgestreckt, wie Daniel Appert bestätigt. Gerade in ländlichen Zentrumsgemeinden sieht die Freiämter Genossenschaft einen interessanten Markt. Im Blickfeld ist dabei die Region Wohlen. Ein konkretes Projekt liege aber noch nicht auf dem Tisch, sagt Appert. Allerdings sei man bereits auf Standortsuche.