Baden

Lärmschutzwände Kappelerhof: «Ohne Wände war es besser»

Lärmschutzwände Kappelerhof

Lärmschutzwände Kappelerhof

Die einen freuen sich über mehr Ruhe, die anderen ärgern sich über Vibrationen. Die Lärmschutzwände entlang der Bahnstrecke im Badener Quartier Kappelerhof machen nicht alle glücklich.

Sandra Kohler

Seit zirka einem Jahr stehen an der Bahnstrecke Brugg-Baden-Zurzach doppelverglaste Lärmschutzwände. Eine wahre Freude für die Anwohner sollte man meinen, doch dem ist nicht so. Jürg Köslich, Besitzer des Hotels Bruggerhof Baden sehnt sich die alten Zeiten herbei: «Früher war die Situation viel besser, zwar war es laut, aber wenigstens vibrierte das Haus nicht.» Ein Hotelgast habe ihn gar mal gefragt, ob Baden gerade ein Erdbeben durchlebe. «Ganz schlimm ist die Situation, wenn zwei Güterzüge gleichzeitig vorbeifahren.»

Antrag auf Dreifachverglasung

Auch andere Anwohner im Quartier Kappelerhof würden sich gemäss Köslich über die Vibrationen beklagen. Jürg Köslich hat sich an den Kanton gewandt und einen Antrag für Dreifachverglasung gestellt. «Der Kanton würde sich zur Hälfte an den Kosten beteiligen, den Rest der schätzungsweise 42 000 Franken müsste ich aus meiner eigenen Tasche zahlen», sagt der Hotelbesitzer.

Die SBB dementiert den Zusammenhang

Von Seiten der SBB heisst es, dass kein Zusammenhang zwischen den neuen Lärmschutzwänden und den Vibrationen bestehe. Viel mehr sei es so, dass die Leute die Vibrationen aufgrund des wegfallenden Lärmpegels besser wahrnehmen würden. Die Erschütterungen seien aber schon immer vorhanden gewesen. Das sieht Köslich anders: Früher habe es im zweiten Stock seines Hotels nicht geschüttelt.

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