Kunsteisbahn Aarau: Wer knausrig ist, bezahlt hohen Preis

Publikumsmagnet: Die Kunsteisbahn wird von Schulen aus der ganzen Region rege besucht.

Keba

Publikumsmagnet: Die Kunsteisbahn wird von Schulen aus der ganzen Region rege besucht.

Happige 30 Franken könnte ein Eintritt in die Kunsteisbahn Aarau bald kosten. Allerdings nur für Einwohner aus Gemeinden aus der Region Aarau, die sich nicht an der 16,7 Millionen teuren Erneuerung beteiligen.

Irena Jurinak

Dreiviertel der Kosten für eine moderne Eishalle in Aarau sind bereits gedeckt. Aarau finanziert mit rund 8,2 Millionen Franken die Hälfte der 16,7 Millionen Franken teuren Erneuerung der Keba. Buchs steuert eine Million Franken bei und die Standortgemeinde Suhr wirft gar 1,5 Millionen Franken in den Topf.

Die noch fehlenden 25 Prozent müssten durch weitere Gemeinden oder Dritte gedeckt werden, erläuterte Aaraus Stadtammann Marcel Guignard am Mittwochabend an der Versammlung des Planungsverbandes der Region Aarau.

Hohe Preise oder Schliessung

Komme das Geld nicht zusammen, gebe es drei Alternativen: eine Redimensionierung des Projektes, was auf einen Verzicht auf das Ausseneisfeld und somit den öffentlichen Eislauf hinausläuft. Die Einstellung der Keba oder eine Erhöhung der Eintrittspreise.

Heute bezahlen Erwachsene 6 Franken, Jugendliche 4 Franken und Kinder 3 Franken. Neu würden Einwohner aus Gemeinden, welche die Keba nicht mitfinanzieren, 30 Franken Eintritt pro Person bezahlen.

Einmalige Investition

Mittels eines Schreibens wurden die Gemeinderäte der PRA-Gemeinden angefragt, einen einmaligen Investitionsbeitrag von 60 Franken pro Einwohner zu entrichten. Die Gemeinden können sich zudem zur geeigneten Gesellschaftsform äussern. Bisher war die Keba als Genossenschaft organisiert, man denkt unter anderem über eine Umwandlung in eine Aktiengesellschaft nach.

Auch zur Frage, ob die nicht mitfinanzierenden Gemeinden in Zukunft die Vollkosten-Preise bezahlen müssen, dürfen sich die PRA-Mitglieder äussern. Die Anhörung dauert bis ins Frühjahr 2010, im Winter desselben Jahres sollen die Kredite vor die Gemeindeversammlungen kommen.

Peter Frei, Gemeindeammann von Biberstein, sagte, Biberstein habe bereits entschieden mitzumachen und appellierte an die anderen Gemeinden, Farbe zur Keba zu bekennen. Der Gemeinderat Biberstein sei auch dafür, dass mehr bezahlen solle, wer nicht mitmache.

24 000 Franken pro Jahr

Eine Statistik zeigt, dass pro Monat 2500 Besucher aus Aarau die Eisbahn besuchen, aus der Standortgemeinde Suhr 800, aus Buchs 500. Aus Oberentfelden, Unterentfelden oder Küttigen kommen rund 200 Besucher. Finanzieren deren Gemeinden die Keba nicht mit, kämen pro Monat Kosten von 9000 Franken für die Eintritte zusammen. Rechnet man mit den Schülerzahlen, müsste Oberentfelden jährlich 24000 Franken für die Eintritte hinblättern und Gränichen oder Muhen rund 7000 Franken.

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