Der aus dem burmesischen Rangun angereiste Passagier hatte am roten Zolldurchgang einige Gegenstände mit einem tiefen Wert deklariert. Das Zollpersonal wurde jedoch misstrauisch und nahm das Gepäck genauer unter die Lupe.

Dabei kamen burmesische Kulturgüter im Wert von rund 60'000 Franken zum Vorschein, wie das Zollinspektorat Zürich-Flughafen am Montag mitteilte. Bei der anschliessenden Hausdurchsuchung wurden weitere nicht angemeldete Antiquitäten im Wert von über 120'000 Franken entdeckt.

Am grünen Zolldurchgang hängen blieb auch eine Passagierin aus London. Bei der Durchsuchung ihres Gepäcks wurden mit Diamanten und Perlen besetzter Schmuck im Wert von 233'000 Franken festgestellt. Ebenfalls nicht angemeldet wurden drei exklusive Füllfederhalter im Wert von knapp 50'000 Franken durch ein aus Frankfurt ankommendes Ehepaar.

Eine Kuriersendung wurde als Seidenschals im Wert von 1011 Franken deklariert. Tatsächlich enthielt die Sendung jedoch Markenkleider im Gesamtwert von 56'801 Franken. Dafür hätte laut dem Zollinspektorat eine Zollabgabe von rund 4300 Franken entrichtet werden müssen.

Bei der Durchsuchung einer weiteren Frachtsendung stellten die Zöllner 500 gefälschte Satellitenreceiver sicher. Diese wurden zurückbehalten, und dem Markeninhaber wurde mitgeteilt, dass er seine Rechte geltend machen könne.

Im ersten Halbjahr 2010 wurden über 450'000 Liter Treibstoff zu Unrecht steuerbefreit veranlagt. Dafür hätten Abgaben in Höhe von über 300'000 Franken entrichtet werden müssen.

Das Zollinspektorat Zürich-Flughafen prüft nach eigenen Angaben täglich den Warenfluss von über 1000 Tonnen Luftfracht und rund 20'000 in die Schweiz einreisende Passagiere.