Kultur
Kultur in der Abdankungshalle Zofingen

Der Stadtrat Zofingen hat einer Zwischennutzung der Abdankungshalle Rosengarten für 2010 und 2011 zugestimmt. Die Halle wird jeweils im August und September für kulturelle Anlässe vermietet. Das mache vor allem energetisch Sinn, denn die Halle werde nur noch äusserst selten für ihren ursprünglichen Zweck genutzt, sagt Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger.

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Kultur in der Abdankungshalle Zofingen

Kultur in der Abdankungshalle Zofingen

Carolin Frei

Im Sommer wird die Abdankungshalle Rosengarten für kulturelle Anlässe genutzt. Sind da nicht negative Stimmen aus der Bevölkerung zu befürchten?
Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger: Dass dieser Entscheid für negative Wellen sorgen könnte, ist vorstellbar. Aber man muss diese Fremdvermietung relativieren, denn die Halle wird seit einem Jahr nur noch höchst selten für Abdankungen genutzt und auch die Aufbahrungen kann man an einer Hand abzählen. Die Zofinger ziehen es vor, die Abschiedszeremonien woanders abzuhalten.

Wo denn?
Zwei Einrichtungen haben sich bei der Bevölkerung als bevorzugte Aufbahrungsorte herauskristallisiert; das ist einerseits das Seniorenzentrum und andererseits das Spital.
Wie kam es zu diesem doch eher ungewöhnlichen Zusammentreffen von kirchlicher und kultureller Nutzung?
Das Ressort Bestattungen trat mit einem entsprechenden Antrag an den Stadtrat heran. Denn eine Abdankungshalle 365 Tage in Schwung zu halten, um gerade mal für eine Abdankung bzw. ein paar wenige Aufbahrungen bereit zu sein, macht energetisch keinen Sinn. Insofern drängte sich eine Lösung auf.

Welche Art von Kultur wird zu sehen sein?
Zwei Projekte sind bewilligt worden. Das Projekt von Thomas Hostettler greift das Thema Tod in einem Theaterstück auf.

Der Neubau «Aufbahrungsraum Friedhof Bergli» ist für das Jahr 2011 geplant. Was geschieht dann mit der Abdankungshalle Rosengarten?
Stimmt, ein Neubau ist geplant. Allerdings muss sich der Bedarf erst noch erhärten, weil die Aufbahrungen massiv zurückgehen. Was mit der Abdankungshalle beim «Rosengarten» genau passiert, muss in einem grösseren Zusammenhang betrachtet werden. Die Halle ist nur eins von mehreren Gebäuden der Stadt, die viel zu wenig genutzt und energetisch in schlechtem Zustand sind.

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