Fridolin
Küken Fridolin lernt schwimmen

Weil die Federn der jungen Ente wohl zu wenig eingefettet waren, drohte sie zu ertrinken. Herbert Landolt vom Verein Entenweiher Reinach päppelte sie auf und versucht sie heute wieder im Weiher auszusetzen.

Drucken
Teilen
Fridolin

Fridolin

Aargauer Zeitung

Irena Jurinak

Fast wäre Fridolin ertrunken. Die erst wenige Tage alte Ente zappelte am Montagmorgen im Entenweiher auf dem Sonnenberg - bis zum Hals unter Wasser. Herbert Landolt vom Verein Entenweiher Reinach entdeckte sie, als er die anderen Tiere füttern wollte, und fischte sie heraus. «Eigentlich dachte ich, sie sei tot und wollte sie für die Füchse im Wald liegen lassen.»

Doch kaum war Fridolin aus dem Wasser, wurde er wieder munter. Herbert Landolt nahm das Küken mit nach Hause und päppelte es auf: mit Kraftfutter, wärmenden Kirschkernkissen und sogar eigens im Keller gefangenen Nachtfaltern. In einer Kiste auf dem Balkon hat sich Fridolin gut erholt - er schwimmt bereits wieder in einem kleinen Becken, hüpft und piepst und beobachtet neugierig die Umgebung.

Zurück ins kalte Wasser

Landolt vermutet, dass Fridolin untergegangen ist, weil seine Federn nicht eingefettet waren. Junge Enten können ihre Federn noch nicht selber einfetten, sondern reiben sich an ihrer Mutter mit dem Wasser abweisenden Fett ein.

Heute, versucht Landolt das Küken wieder bei seinen Artgenossen im Weiher auszusetzen. Dort leben zurzeit rund 15 Enten und 20 Küken. Der Verein Entenweiher Reinach kümmert sich ehrenamtlich um die Tiere beim Weiher auf dem Sonnenberg, neben Enten leben dort auch Hühner, Wellensittiche, zwei Pfaue und Beos. Die zurzeit zehn Mitglieder wechseln sich wöchentlich beim Füttern der Tiere ab.

Aktuelle Nachrichten