Kantonscup

Kuh und Co.: Aargauer Sieg nach Verlängerung

Sprudelnd und schäumend Thermal baden, in Gedanken die Reuss entlang und durch Schlösser spazieren oder aber Aargauer Landluft schnuppern: Als Gast an der Zentralschweizer Erlebnismesse, der Luga, in Luzern hat unser Kanton sich so reizvoll, vielseitig und schön präsentiert, wie er ist.

Rosmarie Mehlin

Auch auf vier strammen Beinen. Zur «Miss Luga» nämlich wurde kein samthäutiges Wesen mit langem blonden Haar, sondern ein Pfundsmocken namens «Corina» mit seidig glänzendem, vorwiegend schwarzem und etwas weiss geflecktem Fell: Die vierjährige Holsteiner Kuh aus dem Stall von Anton Ender in Kallern hat mit der Makellosigkeit ihres Fundamentes und Euters sogar ihre Zwillingsschwester «Cortina» auf die Plätze verwiesen.

Zum ersten Mal wurde an der Luga nebst der Miss-Wahl auch ein tierischer Kantonalcup ausgetragen. Über zehn Runden traten Pferde, Kühe, Schafe und Ziegen aus Luzern und dem Aargau gegeneinander an. Nicht mit Body- und Crosscheck wie auf dem Eis, sondern einfach nur mit der Schönheit ihrer Bodys, der Haltung und der Art, sich zu bewegen.

Bei den Pferden schwangen die Haflinger und Freiberger aus dem Aargau klar obenaus. Obwohl die dreijährige Stute «Royaldina vom Quellenhof» von Reto Härdi aus Uerkheim als einzige zehn Punkte errang, ging bei den Warmblütern aber der Sieg an Luzern. Beim Fleckvieh jedoch konnte der Aargau seinen Vorsprung vor allem durch die zehn Punkte für «Josina» von Heini Zumsteg in Wil weiter ausbauen. Obwohl «Delara-Et» von Markus Zemp aus Schafisheim ebenfalls das Maximum an Punkten einheimste, schnitten die Braunvieh-Schönheiten aus Luzern insgesamt leicht besser ab. Doch die Aargauer Holsteiner mit der «Miss Luga» in ihren Reihen holten dann erneut einen komfortablen Vorsprung heraus.

Mit 4:2 für den Aargau ging der Kantonscup also in die vier letzten Runden. Und da machten denn vor allem die Schafe leider alles klar: Weder «Babette», «Susi» und «Vreni», ihres Zeichens weisse Alpenschafe von Heinrich Bosshard aus Reitnau, noch die braunköpfigen Fleischschafe «Candrine» und «Tiziana» von Ernst Ruf aus Aristau und auch nicht «Blume» von der Justizvollzugsanstalt Lenzburg hatten eine Chance gegen die Luzerner Konkurrenz.

Schliesslich lastete die ganze Hoffnung auf den Ziegen. Prompt erfüllten die gämsfarbigen «Kelli», «Laura» und «Larissa» von Josef Küng aus Uerkheim sie. So war der Aargau vor dem letzten Zehntel in Führung. Die Saaneziegen von Anita und Peter Tritten aus Kaisten unterlagen aber, sodass das Schlussresultat 5:5 lautete.

Der Entscheid fiel dann in der «Verlängerung». Da wurde der Aargau klarer Sieger nach Punkten, hatten «öisi» Vierbeiner doch von der Jury insgesamt 266,7 solche zugesprochen bekommen, die Luzerner Kühe und Co. «nur» 258,4. Es war zwar knapp, aber . . . verdient. Was denn sonst?

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