Brände
Kuh hat Löscharbeit vereitelt

Gleich an drei Orten stiegen in den letzten Tagen grosse Rauchsäulen in den Himmel: Sissach, Liedertswil und Rheinfelden (Deutschland). In einem Fall kann die Baselbieter Polizei bereits die genaue Brandursache mitteilen.

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Keystone

Auf dem Bauernhof «Mittelhof» in Liedertswil hat der 74-jährige Vater des Landwirts das Feuer ausgelöst. Der Mann hatte wie gewohnt in der Scheune mit einem Gasbrenner Spinnweben und Fliegennester weggebrannt.

Er merkte, dass die Scheune in Brand geraten war und versuchte, die Flammen selber zu löschen. Der Mann ging zum Schlauchkasten, aber es kam kein Wasser. Unglücklicherweise hatte vom Vortag eine Kuh die Zuleitung zum Schlauchkasten beschädigt, und diese war noch nicht fertig repariert. Das Statthalteramt hat nun ein Verfahren gegen den Mann eröffnet, meldet die Baselbieter Polizei. Das Ökonomiegebäude mit Stall und Scheune war beim Brand am Freitag zerstört worden.

Ermittlungen in Sissach

Ausser dem Bauernhof in Liedertswil brannte am Freitag auch eine Lagerhalle der Von Arx AG in Sissach (die bz berichtete). In diesem Fall gibt es aus Sicht der Polizei noch keine Neuigkeiten. Die Baselbieter Polizei ermittle derzeit in Zusammenarbeit mit dem Statthalteramt Sissach und dem wissenschaftlichen Dienst der Stadtpolizei Zürich. Wichtige Neuigkeiten würden mitgeteilt.

Die dritte Rauchsäule ist am Samstag in Rheinfelden, Deutschland, aufgestiegen und war in der Region weitherum sichtbar. Ein Grossbrand zerstörte die Halle einer Recycling-Firma. Zehn Meter hoch aufgehäufte Gewerbeabfälle, hauptsächlich Papier, Holz und Kunststoffe, hatten Feuer gefangen. Auch die Feuerwehr aus dem aargauischen Rheinfelden half beim Löschen mit.

Gleich drei grosse Brände in der Region - eine ungewöhnliche Häufung. Die Frage nach einem Zusammenhang, etwa zwischen den Bränden in den Lagerhallen in Sissach und in Rheinfelden, ist laut Meinrad Stöcklin, Mediensprecher der Baselbieter Polizei, derzeit reine Spekulation. Dafür gebe es keine Anhaltspunkte. Der Informationsaustausch der Baselbieter Polizei über die Grenze hinweg sei jedoch selbstverständlich. (bru)

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