Kürbis

Kürbis-Saison hat angefangen

Auf dem Kehrhof in Wittnau können die Kunden zwischen 150 und 200 verschiedenen Sorten Speise- und Zierkürbisse auswählen.

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Auf dem Kehrhof in Wittnau können die Kunden zwischen 150 und 200 verschiedenen Sorten Speise- und Zierkürbisse auswählen.

Seit einigen Wochen sind Kürbisse reif und locken am Strassenrand die Kunden zu den Hofläden. Nun passt auch das Wetter zur Herbstfrucht.

Lilly-Anne Brugger

Der Herbst hat sich angekündigt. Langsam werden die Blätter farbig und fallen von den Bäumen. Kulinarisch stehen nun nicht mehr Tomaten und Mozzarella an erster Stelle, sondern herbstliche Spezialitäten wie beispielsweise Wild oder Kürbis-Gerichte.

Es ist aber noch nicht so lange her, dass der Kürbis ein «Arme-Leute-Essen» war. Vor allem während der Kriegsjahre erfreute sich der Kürbis grosser Beliebtheit. Der Kürbis war - wie die Kartoffel - ein Lebensmittel, dass sich auch die Armen leisten konnten.

In der gehobenen Gastronomie hat der Kürbis erst seit knapp zwanzig Jahren seinen Platz gefunden. Die neu gezüchteten Kürbissorten haben kulinarisch einiges zu bieten: Heute wird aus dem Kürbis nicht nur Suppe gekocht, auch Kürbis-Mousse (siehe Rezept rechts), Kürbis-Crème-brulée oder Kürbis-Sorbet - alle drei Gerichte sind leicht salzig und beispielsweise als Zwischengänge geeignet - lassen sich aus den herbstlichen Früchten herstellen.

Dementsprechend viele Speisekürbisse verkaufen Regina und Martin Hort vom Kehrhof in Wittnau. Seit rund drei Jahren geht bei ihnen die Nachfrage nach Zierkürbissen zurück, dafür sind die Speisekürbisse deutlich gefragter. In diesem Jahr haben Horts auf 60 Aren rund zwei Drittel Speisekürbisse und einen Drittel Zierkürbisse angebaut. Wichtig ist, dass Zier- und Speisekürbisse voneinander getrennt angepflanzt werden, denn wenn die Bienen bei der Bestäubung Zier- und Speisekürbisse kreuzen, können die Früchte ungeniessbar werden. Deshalb kauft Regina Hort auch alle Samen ein und verzichtet darauf, selber Kürbisse zu züchten. «Die Bienen habe ich ja nicht unter Kontrolle», sagt sie.

Gerade erst haben Regina und Martin Hort ihre Kürbisse liebevoll in der Scheune des Kehrhofes drapiert und ausgestellt. Die Kürbisse haben zwar etwas verspätet geblüht, dafür haben sie sich wegen der guten Witterung während der Sommermonate schneller entwickelt. «Die Kürbisse waren eine Woche bis zehn Tage eher reif», schätzt Regina Hort. Auf dem Kehrhof können die Kunden aus rund 200 verschiedenen Sorten Speise- und Zierkürbissen auswählen. Die Kürbis-Ausstellung auf dem Kehrhof ist jeweils von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Während dieser Zeit können die Herbstfrüchte auch gekauft werden.

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