Veloverbindung
«Kostengünstige Veloverbindung»

Zu den beiden Projekten Campus-Passage und Personenunterführung Mitte könnte sich in Brugg möglicherweise ein drittes Unterführungsprojekt gesellen: Ein Vorstoss fordert die Prüfung des Ausbaues der Süssbachunterführung zur kombinierten Fussgänger- und Veloverbindung.

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«Kostengünstige Veloverbindung»

«Kostengünstige Veloverbindung»

Louis Probst

«Zurzeit gibt es nur eine sichere Verbindung für den Fahrradverkehr, um von Brugg nach Windisch zu gelangen», stellt Alois Wyss (fdp) in seinem Postulat im Einwohnerrat zum Umbau der Süssbachunterführung fest. «Sie führt über die Stahlrainstrasse und liegt an der nordöstlichen Peripherie des Stadtzentrums. Im Bereich des Bahnhofes und im Südwesten der Stadt fehlen geeignete, befahrbare Unterführungen.» Und sie fehlen seit einiger Zeit, könnte man mit einiger Berechtigung feststellen. Immerhin ist 2004 eine Petition mit mehr als 1200 Unterschriften eingereicht worden, in der eine velotaugliche Verbindung zwischen Brugg und Windisch verlangt wird. Und zwar im Bereich des Bahnhofes.

Velospur zu kostspielig

«Im Rahmen der Planung für die Vision Mitte war vorgesehen, den Radweg in die Campus-Passage zu integrieren», stellt Alois Wyss in der Begründung seines Vorstosses fest. «Diverse Studien haben aber gezeigt, dass sich eine solche Lösung nur mit sehr hohen Investitionen realisieren lässt.» Der Stadtrat hatte denn auch vor einiger Zeit erklärt, dass aus Kostengründen auf eine getrennte Velospur in der Campus-Passage verzichtet werden soll. In der Campus-Passage soll der Fussgänger gegenüber dem Velofahrer bevorzugt werden. Velos seien daher in der Passage zu schieben.

«Dazu kommt», so Alois Wyss, «dass in unmittelbarer Nähe der Campus-Passage bereits eine Fahrradverbindung existiert, nämlich via Stahlrain.»

Alternative Süssbach

Als Alternative sozusagen schlägt jetzt Alois Wyss in seinem Vorstoss dem Stadtrat vor, den Umbau der Süssbachunterführung in eine kombinierte Fussgänger- und Radwegunterführung zu prüfen.

«Die Süssbachunterführung liegt lediglich 200 Meter südwestlich des Bahnhofes und bietet sich als Fortsetzung der Radwege aus dem Südwesten von Brugg geradezu an», stellt er fest. «Tatsache ist zudem, dass diese Unterführung trotz dem bestehenden Fahrverbot bereits heute – wenn auch unerlaubterweise – von Velofahrern rege benutzt wird.»

Wenn der Süssbach – der neben dem Gehweg, getrennt durch eine Mauer, durch die Unterführung plätschert – eingedolt oder überdeckt würde, könnte die Süssbachunterführung auf ihrer ganzen Breite genutzt werden, stellt Alois Wyss fest. Damit würde die Unterführung genügend Platz für Fussgänger und Radfahrer bieten. «Der gemischte Personen- und Fahrradverkehr im Bereich des Neumarktes sei auf wesentlich engeren Passagen erlaubt, gibt er zu bedenken.

Auf der Windischer Seite existiere zudem bereits eine Rampe, die sich für den Fahrradverkehr eigne. Auf der Brugger Seite schlägt Alois Wyss vor, eine Ausfahrt in Richtung Fröhlichstrasse oder weiter dem Süssbach entlang in die Frickerstrasse zu prüfen. Sein Fazit: «Mit dem Ausbau respektive Umbau der Süssbachunterführung kann mit grosser Wahrscheinlichkeit eine kostengünstige Lösung für eine Fahrradverbindung zwischen Brugg West Windisch gefunden werden.»