Der SMI schloss 2,7 Prozent schwächer bei 4941 Punkten und lag damit erstmals seit Sommer 2003 unter der Marke von 5000 Zählern. Der breite SPI sank 2,6 Prozent auf 4112 Punkte.

Einmal mehr litten die Finanzwerte europaweit unter deutlichen Einbussen. Händler erklärten dies mit dem Fluss an negativen Nachrichten aus der Branche. Dazu kam die Angst, dass die Rezession im Allgemeinen und die Krise in Osteuropa im Speziellen weitere Löcher in die Bilanzen westeuropäischer Banken reissen könnten.

Die Aktien der Grossbank Credit Suisse und die Titel von Konkurrent UBS verloren rund sechs Prozent. Aber auch die Papiere der Vermögensverwalter Julius Bär und Vontobel gaben zwischen drei und vier Prozent nach. Vontobel veröffentlicht am Donnerstag den Jahresabschluss.

Erneut stark unter Druck stand Swiss Life, die Aktien brachen 13 Prozent ein. Der deutsche Finanz- und Versicherungsmakler MLP, an dem der Lebensversicherer beteiligt ist, senkt nach einem stärker als erwarteten Gewinneinbruch die Dividende auf 28 von 50 Cent.

Ausserdem drückten erneut Gerüchte um eine Kapitalerhöhung beim Schweizer Lebensversicherer auf den Kurs. Diesen Spekulationen trat allerdings ein Swiss-Life-Sprecher entgegen. Er bestätigte gegenüber AWP früher gemachte Aussagen, wonach kein frisches Kapital benötigt würde.

Die Aktien des weltgrössten Aromen- und Riechstoffherstellers Givaudan sackten elf Prozent ab. Trotz eines 19-prozentigen Gewinnanstiegs im Jahr 2008 enttäuschte der Abschluss die Anleger. Clariant verloren neun Prozent. Der Chemiekonzern verlor 2008 mehr Geld als erwartet und will weitere 1350 Stellen abbauen. Nestlé gingen 1,5 Prozent tiefer aus dem Handel.