Kölliken

Auf die neue Amtsperiode hin müssen die Finanzkommission wie auch die Schulpflege all ihre Sitze neu besetzen. Die bisherigen Mitglieder sind amtsmüde und wollen sich neu orientieren.

Merken
Drucken
Teilen
Finanzkommission und Schulpflege werden komplett erneuert

Finanzkommission und Schulpflege werden komplett erneuert

«Wo liegen die Gründe, dass in Zeiten von Finanzkrise und unsicheren finanziellen Aussichten die komplette Finanzkommission das Handtuch wirft? Und wo sind die Ursachen zu suchen, wenn alle Schulpflegemitglieder während der grössten Schulreform des Kantons aus dem Amt flüchten?»

«Es scheint ganz offensichtlich: Irgendetwas stimmt innerhalb der Kölliker Behörde nicht», schreiben Sandra und Daniel Leutwyler. Das Sondermülldorf Kölliken stelle nun ganz eindeutig auch einen politischen Sonderfall dar.

Leutwyler war Schulpflegerin

«Es liegt nichts in der Luft», beruhigt der Präsident der Finanzkommission Marcel Kerker. «Im Gegenteil, im Gremium herrscht ein gutes Einvernehmen.» Aber die fünf Mitglieder seien seit zwei Amtsperioden dabei und zeigten Ermüdungserscheinungen. «Einige haben auch arbeitsmässig viel um die Ohren. Ende Jahr läuft ihre Amtszeit aus und sie haben sich entschieden, nicht mehr anzutreten.»

Natürlich sei es nicht sinnvoll, wenn alle fünf Mitglieder auf einmal aufhörten, sagt Kerker, «aber man kann niemanden zum Weitermachen zwingen.» Jetzt seien die politischen Gremien gefordert, valable Kandidaten zu finden.

Das sagt auch Fritz Meier, Präsident der Schulpflege. «Auf die Schulpflege kommt viel Arbeit zu, unabhängig davon, wie das Bildungskleeblatt umgesetzt wird.» Zurzeit zählt die Schulpflege Kölliken vier Mitglieder, das fünfte demissionierte 2007. Dabei handelte es sich um die Leserbriefschreiberin Sandra Leutwyler.

Sie überwarf sich mit der Schulpflege und trat zurück. Auf eine Ersatzwahl wurde verzichtet. Die vier Bisherigen sind seit einigen Jahren in der Schulpflege, möchten sich laut Meier neu orientieren. «Ein Schulpfleger ist im Durchschnitt drei Jahre im Amt. Dahinter steckt viel Arbeit, dies wird oft unterschätzt.»

Zwei der bisherigen Schulpfleger hören bewusst vorzeitig auf. Aus taktischen Gründen, wie der Schulpflegepräsident sagt. «Die Ersatzwahl finde bereits im Mai statt, die Neugewählten könnten von den Bisherigen noch eingearbeitet werden.»

«Leute mit Fachwissen gefragt»

«Es braucht engagierte Persönlichkeiten mit Fachwissen in den Bereichen Finanzen und Pädagogik», schreiben Sandra und Daniel Leutwyler in ihrem Leserbrief. «Was Kölliken nicht brauchen kann, sind Leute, die um des Titels willen kandidieren. Sonst können wir schon bald beim Kanton eine Verwaltungsunterstützung beantragen.» (mz/ba/fhe)