Königsfelden

Königsfelden: Ehrgeizige Ziele bis im Jahr 2013

Die Psychiatrischen Dienste Aargau wollen ihre Klinik umkrempeln.

PDAG

Die Psychiatrischen Dienste Aargau wollen ihre Klinik umkrempeln.

Vor zwei Wochen angekündigt, ist es nun konkret: Bis 2013 wollen die Psychiatrischen Dienste Aargau nicht nur die Klink Königsfelden sanieren, sondern die gesamte Strategie ändern.

Sabine Kuster

Schwarz auf weiss präsentierte der Psychiatrische Dienst (PDAG) gestern, wie die Klinik Königsfelden in drei Jahren aussehen soll. Die Ziele sind handfest:

•Das 140 Jahre alte Hauptgebäude soll für 80 - 100 Millionen saniert werden und Platz für die Verwaltung, Ambulatorien und weitere Nutzung bieten.

•Die Grösse der Stationen soll von 22 auf 18 Betten reduziert werden, damit die stationären Patienten besser behandelt werden können und dadurch weniger Zwangsmassnahmen und Medikamente nötig sind.

•Ambulant vor stationär: Der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst soll ausgebaut und eine dritte Akut-Tagesklinik aufgebaut werden. Langzeitpatienten wie demente Patienten sollen in spezialisierten Pflegeheimen platziert werden. Andererseits ist geplant, dass ein Teil der Langzeitstationen in Wohneinrichtungen umgewandelt werden.

•Die Stationen sollen nach den verschiedenen Krankheiten aufgeteilt werden. So soll eine separate Psychotherapiestation entstehen. «Menschen, die von gleichen Symptomen betroffen sind, lernen voneinander, mit der Krankheit umzugehen und geeignete Behandlungen anzuwenden», so das PDAG.

«Es muss gelingen»

CEO Christoph Ziörjen rechnet zusätzlich zu den 80 - 100 Millionen Franken für die Sanierung mit jährlich 16 Millionen Mehrkosten für den Betrieb, sprich: Personalkosten. Die Beträge sind hoch, der Zeitrahmen knapp, doch Ziörjen sagt: «Es muss gelingen.» Man sei im guten Gespräch mit dem Kanton, der politische Prozess müsse nun anlaufen. «Ich rechne mit Unterstützung.»

Vom Departement Gesundheit und Soziales (DGS) kommen positive Signale: «Realitätsnah» nennt Gesundheitsdirektorin Susanne Hochuli die Unternehmensstrategie der PDAG. Doch sie relativiert: «Eine Strategie ist eine Strategie, sie muss in Projekten konkretisiert werden. Wir unterstützen jedoch die Hauptstossrichtung.»

Übers Finanzielle wird der Grosse Rat befinden, doch in Königsfelden werde man auf jeden Fall «Geld in die Hand nehmen» müssen, sagt Hochuli. Nicht nur für die blosse Infrastruktur, sondern auch für die Inhalte.

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