Knecht
Knecht erweist sich seit 100 Jahren als wahrer Meister

«Seit 100 Jahren bewegen wir Menschen» – unter diesem Motto gewährte Knecht gestern Samstag Einblick in sein grosses Dienstleistungsangebot. Zu Tausenden strömten die Besucher herbei, unter ihnen Bundesrätin Doris Leuthard.

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Olga Knecht
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Interessiert Interessiert: Gemeindeammänner Brigitte Schyder (Hausen) und Hanspeter Scheiwiler (Windisch).
Freude Freude: Verwaltungsrat Heinz Knecht und CVP-Nationalrätin Esther Egger geniessen den Apéro.
Spass Spass: Die Nationalrätinnen Sylvia Flückiger (l., SVP) und Corina Eichenberger (FDP) im alten Knecht-Taxi.
Gerne dabei Gerne dabei: Regierungsrat Urs Hofmann (l.) mit seinem Vorgänger alt Regierungsrat Kurt Wernli.
Gut gelaunt Gut gelaunt: Nationalrätin Doris Stump (SP) und Parlamentskollege Lieni Füglistaller (SVP).

Olga Knecht

Schweiz am Sonntag

von Edgar Zimmermann

Johann Knecht hätte sich die Augen gerieben, hätte er am 100-Jahr-Jubiläum der von ihm 1909 gegründeten Fuhrhalter-Firma teilnehmen können. Mit Pferd und Wagen führte er damals Transporte aus. Obwohl ihm Pferde lieber waren als Motorfahrzeuge, schaffte er 1919 einen eisenbereiften, mit Ketten angetriebenen Lastwagen an, dann einen Autocar mit Luftreifen.

Bundesrätin Doris Leuthard: «Knecht ist ein Symbol»

Lehrlinge und Lehrtöchter gewährten am Anlass einen Einblick in ihre Ausbildung. Bundesrätin Doris Leuthard liess sich an einem dieser Stände intensiv von einem Auszubildenden informieren. Und sie gab in ihrer Rede in der vollbesetzten Halle ihrer Freude Ausdruck, dass in der Knecht-Gruppe grosser Wert auf die Nachwuchsschulung gelegt wird: 64 Lernende werden derzeit geschult, was über 7 Prozent des Mitarbeiterbestandes ausmacht. Oft bleiben sie der Firma erhalten. «Knecht ist aber für viele andere Betriebe auch ein Symbol bezüglich Mut, Risikobereitschaft und Glauben an die Zukunft, ebenso bezüglich Wertschätzung der Mitarbeitenden, wie sie in der Philosophie echter Patrons gepflegt wird.» Die Struktur als Familienbetrieb habe sich bewährt. Und während andernorts Arbeitsplätze abgebaut werden, wird hier weiter ausgebaut. (nn)

Damit begann der unglaublich anmutende Aufschwung von einem regionalen zu einem national führenden Transport- und Reiseunternehmen mit mehr als 800 Mitarbeitenden, einem riesigen Fahrzeug- und Baumaschinenpark und breiten Dienstleistungen. Was ist das Erfolgsrezept? Thomas Knecht, VR-Präsident der Knecht Holding, führte am Jubiläumsakt einige Leitsätze an wie etwa: «Was mich nicht umbringt, macht mich stärker. Innovationen führen zu Wachstumsschüben.»

Regierungsrat Urs Hofmann fügte ein weiteres Merkmal an: «Die Knechts sind Chrampfer.» Sie hätten aber auch laufend darauf geachtet, wie der Betrieb verbessert werden könnte, hätten sich innovativ gezeigt. Der Aargau brauche solche KMU- und Familienbetriebe, die Verantwortung in der Volkswirtschaft und Gesellschaft übernehmen, auch für nachhaltiges Wirtschaften in einer intakten Umwelt.

Gratulations- und Dankesworte überbrachte der Windischer Gemeindeammann Hanspeter Scheiwiler: «100 Jahre sind eine grossartige Leistung, und grossartig ist auch die heutige Leistungsschau!» Die Anwesenheit von viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung bezeugte die Wertschätzung und der Grossaufmarsch von weit über 6000 Besuchern das Interesse an der Leistungsschau.

Knecht bewegte auch am Jubiläumsanlass. Die Besucher durften beispielsweise selber einen Car steuern (am Simulator), ein Elektro-Velo testen, Minidampfbahn-Fahrten erleben oder mitverfolgen, wie eine Schwerstlastmaschine eine Lokomotive transportierte, konnten sich in einem 100 Jahre alten Taxi fotografieren oder sich über Ferientrends informieren lassen. Keine Qual der Destinationswahl hatte, wer in der Verlosung die Traumreise nach Südafrika gewann . . .

Auch an Unterhaltung mangelte es nicht. So waren etwa das «Ewigi Liebi»-Ensemble zu Gast, die Steelband Pancake, die Idance-Tanzschule, die Windischer Musikgesellschaft Eintracht. Und für Stärkung mit leckern Häppchen sorgten zahlreiche Vereine. Knecht bleibt auch nach 100 Jahren nicht stehen. Gestern wurde das neue Nutzfahrzeugzentrum eingeweiht, als Nächstes wird ein neues Reisezentrum in Windisch erstellt.

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