Zolli
Klirrende Kälte lässt Tiere kalt

Die Minustemperaturen der letzten Tage haben uns zu schaffen gemacht. Ganz anders erging es den Tieren im Zolli: Die klirrende Kälte hatte auf sie einen überraschend geringen Einfluss. Die Zoo-Bewohner haben sich mit den winterlichen Temperaturen angefreundet.

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Geparden

Geparden

bz Basellandschaftliche Zeitung

Loris Vernarelli

Die Minustemperaturen der letzten Tage haben uns zu schaffen gemacht. Mit dicken Jacken, Schals und Mützen waren wir unterwegs, ehe Petrus ein Einsehen hatte und das Quecksilber nach oben klettern liess. Ganz anders erging es indessen den Tieren im Zolli: Die klirrende Kälte hatte auf sie einen überraschend geringen Einfluss. Viele Tiere ertragen tiefe Temperaturen problemlos oder die Tierpfleger sorgen vor. Vögel hüllen sich beispielsweise in Flauschfederkleider, Säugetiere in Winterfelle. Hingegen sind Reptilien und andere wechselwarme Zoo-Bewohner auf klimatisierte Räume oder Wärmestrahler angewiesen.

Einige Tiere sind Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ohnehin schon gewohnt. So schien den Rentieren das kalte Schneepolster sehr zu behagen. Dank Winterfell gut isoliert legten sie sich kurzerhand in die Schneekuhlen. Die Kängurus, normalerweise in wärmeren Gefilden heimisch, zeigten zwar Interesse an der weissen Pracht, zogen aber nach einigen Hüpfern den wohlig vorgewärmten Stall vor.

Die Seelöwen fressen momentan ein paar Fische mehr, um ihren Energiebedarf zu decken, nehmen ansonsten die Kälte aber völlig gelassen. Ihre dicke Speckschicht und das Wasser abstossende Fell isolieren sie bestens gegen Frost. Den Esels- und Königspinguinen ist es erst richtig wohl, wenn die Temperaturen unter zehn Grad sinken. Ihr Wind, Wasser und Kälte dichtes Federkleid ist die ideale Outdoor-Bekleidung für Minustemperaturen. Deshalb wird ihre Innenanlage rund ums Jahr stark gekühlt.

Nur für einige wenige Tierarten müssen an kalten Tagen spezielle Massnahmen getroffen werden: Die Elefanten machen derzeit nur kurze Ausflüge nach draussen, damit ihre empfindlichen Ohren nicht abfrieren. Definitiv zu kalt war es den Flusspferden: Bei ihnen war Wellness im gewärmten Innenbad angesagt. Auch die Giraffen mussten drinnen bleiben, sobald auf den Aussenanlagen Rutschgefahr drohte. Bei Löwen, Geparden und einigen Huftieren mussten die Tierpfleger das Eis in den Wassergräben zerschlagen. Bei den Löwen und den Wölfen musste sogar der Wasserstand im Graben gesenkt werden.