4000 Franken winken dem Siegerklub des Junior Majors für dessen Juniorenabteilung. Vier der acht Halbfinalisten qualifizierten sich auf den Golf-Anlagen über dem Sempachersee für das Finale.

Auf der Suche nach kleinen Tigern – dabei muss man sich weder in den Zoo begeben noch wird man dem Nachwuchs der Golflegende Woods begegnen. Es reicht, die Halbfinals des Frey + Cie Junior Majors auf dem Golfplatz Sempachersee zu besuchen. 26 Golfclubs aus der ganzen Schweiz nahmen zu Beginn am Golfturnier für Junioren teil. Je acht Junggolfer pro Golfclub duellierten sich in Einzelbegegnungen gegen einen Golfer eines anderen Vereins.

Auf den schweizweit grössten Golf-Anlagen ein solches Turnier zu veranstalten, bedeutet viel Aufwand. «Das war ein Grundsatzentscheid», erzählt Manfred Ellenberger, der OK-Präsident des Turniers. Vor allem die ungewohnte Turnierform ist für die Jungtalente attraktiv, die sonst meist einzeln Wettkämpfe bestreiten. Hier steht der Teamgedanke im Vordergrund. Aufgrund der hohen Nachfrage denkt man am Sempachersee derweilen gar an eine Erweiterung des Junior Majors.

Am Ende standen vier Klubs im Stechen um die letzten beiden Finalplätze. Mittendrin im Ausscheidungskampf: Wylihof. Nach der Qualifikation vom Golfclub Aaretal/Thun sicherte sich jedoch Waldkirch mit einem sensationellen Schlag als letztes Team den Finaleinzug. «Ich bin trotzdem zufrieden. Entscheidend ist, dass bei unseren Junioren Potenzial ersichtlich war. Man sieht, dass sich etwas bewegt», bilanziert der Geschäftsführer des Golfclubs Wylihof, Roland Meyer.

Juniorenförderung, das hat sich der Golfclub Wylihof auf die Fahne geschrieben und dafür scheut man auch keinen Aufwand. Die Golfschule umfasst mittlerweile 100 Junioren. So viele, dass man die Kapazität nahezu ausgeschöpft hat. Der Junioren-Captain René Misteli hat das Juniorenkonzept minutiös erarbeitet und ist am Erfolg der Förderung stark beteiligt. «Die Juniorenförderung war beim Golfverband bisher ein Waisenkind. Nun zieht der schweizerische Verband aber immer mehr den Klubs nach, die vermehrt auf Junge setzen», weiss Meyer. Die Infrastruktur im Golfclub Wylihof stimmt: Zwei Golflehrer, die ausschliesslich Trainings leiten, sind im Golfclub angestellt. Dazu kommen fünf bis sechs freiwillige Helfer und sogar ein Physiotherapeut, der den Junioren bei Bedarf zur Verfügung steht.

An den Junior Majors machen nun die vier verbliebenen Klubs aus Ennetsee, Ybrig, Aaretal/Thun und Waldkirch im Golfpark Oberkirch am 4. September das attraktive Preisgeld unter sich aus. Dabei spült schon alleine die Finalteilnahme mindestens 1000 Franken in die Juniorenkassen der Finalisten. (YST)