Kirchgemeinden schliessen sich zusammen

Am 1. Januar 2011 soll die neue Kirchgemeinde Magden-Olsberg ihre Tätigkeit aufnehmen. Grund für die Fusion: In Olsberg wurde es zunehmend schwieriger, die kirchlichen Behörden zu besetzen. Deshalb wurde das Gespräch mit Magden gesucht.

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Die Fusion wurde angenommen

Die Fusion wurde angenommen

Daniel von Känel

Die Christkatholische Kirchgemeinde Olsberg stimmte einstimmig, das heisst mit 10 Ja-Stimmen, dem Fusionsvertrag zu. In Magden wurde er mit 32 Ja-Stimmen und 1 Enthaltung genehmigt.

Seit Juli 2009 sind die beiden Kirchgemeinden im Gespräch, um eine gemeinsame Zukunft vorzubereiten. «Die kleine Zahl der Gemeindemitglieder in Olsberg bereitete bei der Wahl der kirchlichen Behörden Ende 2009 Probleme», heisst es in einer Mitteilung. Damit verbunden gewesen seien auch Schwierigkeiten mit dem Unvereinbarkeitsgesetz (Verwandtenausschluss 1. und 2.Grad).

An der Kirchgemeindeversammlung vom 9.Juni 2009 habe man deshalb beschlossen, mit Magden in Kontakt zu treten und über eine mögliche Fusion zu diskutieren. Man kenne sich ja schon gut, betreue doch der Pfarrer von Magden seit 1960 auch die Christkatholiken von Olsberg.

Bischof wird Stellung nehmen

Unter der Führung von Christian Gasser, Kirchenrat der Aargauischen Landeskirche, habe sich eine paritätische Fusionskommission gebildet. Unter anderem wurde ein Fusionsvertrag erarbeitet. Kritische Voten seien an der Kirchgemeindeversammlung in Magden geäussert worden. Die Finanzen, konkret die Verschuldung mit der Übernahme des Pfarrhauses Olsberg, seien hinterfragt worden.

Der Fusionsvertrag basiere auf dem Modell für die Fusion von politischen Gemeinden, heisst es. Er sei jedoch an die viel kleineren und zum Teil anders liegenden Verhältnisse angepasst worden. Nachdem die beiden Kirchgemeinden zugestimmt haben, hat sich auch die Kantonalsynode vom 20.März in Rheinfelden mit der Fusion zu befassen. Daraufhin müssen der Bischof und der Synodalrat Stellung dazu nehmen. Die neue Kirchgemeinde Magden-Olsberg soll ihre Tätigkeit am 1.Januar 2011 aufnehmen. Bis zu diesem Zeitpunkt behalten die beiden Kirchgemeinden ihre Eigenständigkeit.

Angemessene Vertretung

In der Zwischenzeit müssen die im Fusionsvertrag enthaltenen Aufgaben erledigt werden. Dies bedeute für Olsberg unter anderem, eine angemessene Vertretung in die Kirchenpflege und die Finanzkommission der fusionierten Kirchgemeinde zu finden. Die Personensuche für die angemessene Vertretung, heisst es, werde wohl die grösste Aufgabe sein. Weiter seien alle existierenden Verträge und Rechtsverhältnisse zu überprüfen und auf den neuen Eigentümer zu melden. Was das Sekretariat anbelangt, existiert bereits eine zentrale Lösung, dem die sieben christkatholischen Kirchgemeinden im Fricktal angeschlossen sind.