FC Aarau
Kinder zahlen neu das Doppelte

Das erste Heimspiel des FC Aarau im Brügglifeld gab fast nur Anlass zur Freude: Schönes Wetter, viele Zuschauer und ein Sieg gegen GC. Ärger gabs aber wegen der Eintrittspreise für die Kinder.

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FCA-Brüggli Prieise

FCA-Brüggli Prieise

Aargauer Zeitung

Heinz Härdi

Die regelmässigen Matchbesucher im Brügglifeld wurden am letzten Samstag von den langen Kolonnen überrascht, die sich vor den Kassen bildeten. Selbst bei Matchbeginn waren sie noch ziemlich lange, obwohl der Zuschaueraufmarsch mit 6800 Personen zwar gut, aber doch nicht aussergewöhnlich gross war. Offensichtlich kamen viele Matchbesucher zeitlich auf den letzten Zacken. Zusätzlich auf die Geduldsprobe gestellt wurden sie dadurch, dass es an der Kasse immer mal wieder zu kurzen Diskussionen zwischen den Billettkäufern und dem Kassenpersonal kam.

Unmut über höhere Preise

Für Unmut sorgten die neuen Eintrittspreise für Kinder. Sie kosten in dieser Saison nämlich 10 statt 5 Franken. «Will der FC Aarau nur noch die ‹gut betuchten› Familien im Stadion?», fragen deshalb drei Familien in einem Leserbrief.

Dem ist natürlich nicht so. «Grund für die Erhöhung war der Missbrauch durch einige Kinder», erklärt Robert Kamer, Mitglied der FC-Aarau-Geschäftsleitung auf Anfrage. Das 5-Franken-Billett war nämlich nur in Begleitung erwachsener Personen erhältlich. «Einige Kinder kamen deshalb auf die Idee, irgendwelche Leute in der Schlange anzuhauen, ob sie vorübergehend ihre erwachsene Begleitperson spielen könnten.» Das war aber nicht der Sinn der Idee. Das neue 10-Franken-Ticket gibts nun für alle Kinder von 6 bis 16 Jahren - auch ohne erwachsene Begleitperson.

Familien-Abos wenig begehrt

Der Preisaufschlag sei nur im Internet kommuniziert worden, im Gegensatz zum letztjährigen Preisaufschlag, der mehrere Billettkategorien betraf. «Dieser Aufschlag diente damals dazu, die gestiegenen Sicherheitskosten auszugleichen», erklärt Kamer. Beklagt wird auch, dass es keine Familienabonnemente mehr gibt.

Das liegt an der geringen Nachfrage, sagt Rober Kamer: «Letzte Saison haben wir nur 26 solcher Abonnemente verkauft.» Was auf den Zuschauerrängen ebenfalls diskutiert wurde, sind die höheren Preise des Caterers. Insbesondere für die begehrten Spiessli, die neu 12 statt bisher 10 Franken kosten. Doch dafür kann der FC Aarau nichts: «Die Preise für das Essen bestimmt der Caterer selbst», sagt Robert Kamer und weist diese Kritik zurück.

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