Weil die Zahl der verletzten Kinder immer grösser wurde, habe der Berner Kinderarzt Peter Klimek die Gründe für die Unfälle näher untersucht, teilte das Inselspital am Sonntag mit. Auch bei anderen modernen Sportgeräten - etwa den Mini-Trottinetten - seien die Unfallzahlen gestiegen, nirgends aber so stark wie beim Trampolin. Zwischen 2003 und 2009 verletzten sich insgesamt 265 Kinder.

Klimek und sein Team fanden heraus, dass die meisten Kinder verunfallten, als sie zu zweit oder dritt am Springen waren. Sie seien zum Zeitpunkt der Verletzung meist schon seit 11 bis 20 Minuten am Hüpfen. Die Verletzungen betrafen vor allem Arme, Beine und auch der Kopf.

Verunfallen würden nicht etwa Kinder, die Anfänger auf dem Trampolin seien, sondern solche, die bereits Erfahrung mit dem Gerät hätten. Sie trauen sich offenbar mehr zu - manchmal zu viel.

Der Studienleiter Klimek rät Eltern in der Mitteilung, die Kinder einzeln springen zu lassen und sie zu beaufsichtigen. Das Trampolin eigne sich nämlich nicht als "Babysitter".