Kinder dürfen noch Kinder sein

Peter Schumacher geniesst mit seiner Familie jede freie Minute auf dem Campingplatz.

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Camping

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Aargauer Zeitung

Patricia Hager

Peter Schumacher steht gut gelaunt trotz Regen und kühlem Wind am Grill. Heute gibt es für ihn, seinen fünfeinhalbjährigen Sohn und seine Campingnachbarn mit ihren drei Kindern, die er zum Essen eingeladen hat, Bratwürste, Cervelat, Fleischsspiesse, Koteletts, Salate und Chips.

Das schlechte Wetter hält den 46-Jährigen nicht davon ab, seine Zeit auf dem Campingplatz in vollen Zügen auszukosten. Er liebt das Leben hier. Für ihn bedeutet es Ausspannen, die Natur geniessen, Zeit mit seinem Sohn zu verbringen und aus dem Alltag auszubrechen. Im Moment fehlt ihm zu seinem Glück eigentlich nur eines: Seine Frau Cornelia, die zurzeit geschäftlich in Goldau unterwegs ist, weil sie sich dort um die gemeinsame Bar kümmern muss.

Früher ein Weltenbummler

Peter Schumacher ist nun seit fünf Jahren regelmässig in Sulz anzutreffen. Seinen festen Jahresstandplatz, auf dem er zu Beginn einfach seinen Wohnwagen parkiert hatte, hat er in dieser Zeit durch einen Anbau und viel Feinstarbeit in ein schmuckes Heim mit raffinierten technischen Details verwandelt, das mit Solarzellen auf dem Dach sogar selber Strom produzieren kann. Bevor er sich in Sulz häuslich eingerichtet hatte, zog er in den Ferien jeweils gemeinsam mit seiner Frau und dem Wohnwagen quer durch Europa. Als jedoch sein Sohn Michael zur Welt kam, wollte er «sesshaft» werden. «Es ist einfach angenehmer mit einem Kind an einem festen Ort zu sein», meint er. Und inzwischen hat er sich auch richtig in diese Art Ferien zu machen verliebt und verbringt jede freie Minute in seinem Feriendomizil.

Ein kleines Paradies

Dass sein Wohnort in Dietwil nur eine halbe Stunde Autofahrt von Sulz entfernt ist, empfindet er als riesen Vorteil. «So können wir spontan kommen, wenn wir gerade Lust haben», erzählt er fröhlich. Ausserdem können so Freunde und Bekannte auch kurzfristig auf einen Besuch vorbeikommen. «Vor allem die Kinder meiner Schwestern lieben es, hier zu sein», erzählt er, «für sie ist es ein kleines Paradies und jedes Mal ein tolles Erlebnis.»

Hier können sie schwimmen gehen, die Natur erleben und entdecken sowie neue Bekanntschaften schliessen. «Kinder dürfen hier noch Kinder sein, das ist schön», meint er. Dass zurzeit das Wetter so unbeständig ist, stört ihn überhaupt nicht. «Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung», sagt er lachend. Und wenn es wirklich mal in Strömen giesst, zieht er sich eben zurück, spielt Rummy, Tschau Sepp und UNO oder geht im Regen spazieren.

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