Susanne Hochuli

Kickoff zum Feldschiessen mit Susanne Hochuli

Kick-Off für das Aargauische Feldschiessen in der Schiessanlage "Roos" in Seengen. Am 26. Mai 2010.

Die Aargauer sind schon ganz gut im Schuss

Kick-Off für das Aargauische Feldschiessen in der Schiessanlage "Roos" in Seengen. Am 26. Mai 2010.

Bis zum Eidgenössischen Schützenfest in Aarau dauert es noch ein paar Tage, aber das Feldschiessen steht unmittelbar vor der Tür. Das Kickoff fand mit Regierungsrätin Susanne Hochuli statt.

Mit einer schon zur Tradition gewordenen Kick-off-Veranstaltung mobilisieren die Schützen für eine möglichst hohe Beteiligung im Aargau. Exakt 14670 waren es im letzten Jahr, das Ziel von Feldchef Werner Stauffer ist es, «mindestens wieder die 14000er-Grenze zu schaffen».

Prominenz aus Politik, Behörden und Militär liess es sich gestern nicht nehmen, in Seengen den Grundstein dazu zu legen und das Feldschiessen zu eröffnen. Selber zum Gewehr griff etwa Nationalrat Philipp Müller, in der Jugend ein ebenso passionierter wie talentierter Schütze, heute eher unregelmässig im Schiessstand anzutreffen. Nach eigenem Bekunden «miserabel» hat er denn auch getroffen.

Anders alt Regierungsrat Ernst Hasler, dem zum Kranz gratuliert wurde. Ein besseres Omen konnte es für den OK-Präsidenten des Eidgenössischen Schützenfests wohl kaum geben. Zum ersten Mal mit einem Sturmgewehr schoss Nationalrätin Corina Eichenberger. Eigentlich wollte sie es schon beim Habsburgschiessen versuchen, aber da sei ihr das Wetter dann doch zu schlecht gewesen, um sich auf den Boden zu legen.

«Weder heute noch je selber ein Sturmgewehr in die Hand nehmen» wird dagegen Regierungsrätin Susanne Hochuli. Aber dass sie den Schützen trotzdem die Ehre erwies, wurde sehr wohlwollend, ja mit grosser Freude und «mega Stolz» zur Kenntnis genommen.

Dass die Militärdirektorin letztes Jahr den sanftereren Klängen der Lenzburgiade den Vorzug gegenüber Gewehrsalven gegeben hatte, führte in Schützenkreisen zu leichter Verschnupfung. Hochuli knüpfte denn auch beim vermeintlichen Fauxpas an. Die Schützen und das Schiesswesen dürften sich ihrer Wertschätzung sicher sein, auch wenn sie nicht persönlich vor Ort sei, so Hochuli. Die Militärdirektorin appellierte an das Selbstverständnis und Selbstvertrauen der Schützinnen und Schützen: «Machen Sie Ihr Vorgehen nicht von meiner Präsenz abhängig, ziehen Sie Ihre Sache durch.» Gewisse Erfahrung an der Waffe hat Susanne Hochuli übrigens doch, wie sie gestern gestand: Als Kind habe sie mal einen Buben mit dem Luftgewehr vom Apfelbaum geholt. (mou)

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