Von Roman Schenkel

Nicht irgendeine solle es sein. «Eine, auf die ich auch stolz sein kann», sagt Urban Keusch mit einem Augenzwinkern. Doch mehr, als er zu bieten habe, verlange er auch von seiner Zukünftigen nicht. Viel wichtiger ist für Keusch, dass eine Frau «Pfupf» hat. «Ich mache ja auch gerne einmal nichts, aber sicher nicht den ganzen Tag lang», sagt er.

Sie müsse nicht zwingend auf dem Hof Hand anlegen, sagt Keusch. Aber auf jeden Fall soll sie aktiv, lebensfroh und spontan sein. «Wenn sie sich gerne auf dem Bauernhof engagieren möchte, umso besser», meint Keusch. Er habe verschiedene Projekte, die er nicht so intensiv betreue wie zum Beispiel «Schlafen im Stroh» oder «Schule auf dem Bauernhof». Er würde sich freuen, wenn sie ihn mit eigenen Ideen unterstützen und sich auch selber verwirklichen würde, sagt er.

Urban Keusch hat Anfang Jahr den Betrieb bei der alten Kirche in Boswil von seinen Eltern übernommen. Auf einem Bauernhof gebe es viel zu tun. Das Schöne an seiner Arbeit sei, dass er sie sich selber einteilen könne. Manchmal stehe er halt auch an einem Sonntag oder spätabends noch bei den Kühen im Stall, sagt Keusch. Wenn es die Arbeit auf dem Hof erlaube, arbeitet er zusätzlich als Landmaschinenmechaniker in Merenschwand. Dieser Beruf helfe ihm, seine beiden Traktor-Oldtimer und andere Maschinen auf dem Hof in Schuss zu halten.

In Boswil habe es bis jetzt einfach noch nicht geklappt mit den Frauen. «Die einen meinen, sie kennen mich zu gut, und für die anderen ist meine Art einfach zu direkt», so Keusch. Er sage halt, was er denke, und für manche sei das dann zu direkt. «Ich bin einfach ein offener und ehrlicher Typ, und es bringt ja auch nichts, jemandem etwas vorzumachen», führt er aus. Er gibt aber zu, dass es manchmal vielleicht besser wäre, wenn er nicht so reden würde, wie ihm der Schnabel gewachsen sei.

Ein weiterer Grund, dass ihm das Glück in der Liebe noch nicht hold war, sei, dass es in Boswil um seinen Jahrgang herum nicht so viele Frauen gebe, meint Keusch. Vielleicht habe er sie aber bis jetzt einfach noch nicht kennen gelernt und finde sie dank der Fernsehsendung.

Die ersten beiden Staffeln auf dem Fernsehsender 3+ habe er mit Interesse verfolgt. Er fand die Sendung gut. «Sie ist aus dem Leben gegriffen und seriös aufgezogen», sagt Keusch. Wieso nicht, habe er sich da gedacht und sich angemeldet. Nach einem einstündigen Casting wurde Urban Keusch zusammen mit neun anderen ledigen Bauern aus 150 Bewerbern für die dritte Staffel von «Bauer, ledig, sucht» ausgewählt. Auf der Website des Senders kann man bereits einen Kurzfilm über ihn sehen.

«Vielleicht lerne ich in der Sendung ja wirklich jemanden kennen, den ich sonst nie im Leben getroffen hätte», so Keusch. Es müsse jetzt aber nicht auf den Teufel komm raus mit der Traumfrau klappen. Schliesslich sei er ja erst 28 Jahre alt. So oder so werde es sicher eine gute Erfahrung, meint er.